Die 2. Rauhnacht richtet ihren Blick nach hinten. Wir können nur ruhigen Herzens nach vorne gehen ohne uns ständig nervös umzusehen, wenn hinter uns Frieden herrscht. Es ist wichtig, einen Blick in den Rucksack des Lebens zu werfen und ordentlich auszumisten. Reisen wir heute ganz bewusst in das vergangene Jahr.

Blicke zurück

Lasse los was gehen soll, 

schließe ins Herz was bleiben soll

 

Schließe Frieden mit der Vergangenheit

Gestern hast du die Basis für die kommende Zeit gelegt, heute ist es Zeit für den Zauber der 2. Rauhnacht.

Du hast ganz bewusst oder vielleicht auch nur aus reiner Neugierde einen intensiven Weg gewählt, denn du bist hier und somit ein Teil dieser Rauhnächte. Es sind magische und wundervolle Nächte. Sie schenken uns viel Heilkraft, wenn wir bereit sind, uns wirklich zu öffnen.

Nur was ist das? Es hängt noch eine Kugel – mitunter schwer wie Blei – an unseren Füßen und lähmt all unsere Schritte. Diese Schwere ist es, die wir heute hinter uns lassen wollen. Sie ist eine unnötige Last – der Ballast des letzten Jahres – und deswegen gehen wir heute in die Zeit der vergangenen zwölf Monate zurück. Wir suchen unsere Wunden, unseren Schmerz. Wir suchen aber auch unsere bezaubernden Erlebnisse.

Fürchte dich nicht vor diesem Schritt, selbst wenn er anfangs schwer erscheint. Der Lohn für diese Reise ist es mehr als wert. Du wirst sehen.

In vielen Zeiten vergehen die Tage wie im Flug. Ehe wir uns versehen, ist schon wieder ein Monat vorbei. Je älter wir werden, desto schneller scheint die Zeit davonzufliegen. Selbst, wenn wir es manchmal nicht wahrhaben wollen, so liegt doch ein ganzes Jahr hinter uns. Ein Jahr voller Erlebnisse, Eindrücke und Prägungen. Ein Zeitraum der tiefe Spuren in uns hinterlassen hat. Wir sind nun am Ende des Jahres ein anderer Mensch als zu Beginn und so wird es immerfort geschehen. Jahr für Jahr.

 

Zeit für eine kleine Inventur

Im Dezember wird in vielen Unternehmen Inventur gemacht. Und genau das sollten wir heute auch tun! Räumen wir auf, dann erkennen wir, was in uns steckt. Welchen Bestand an Glück und Liebe aber auch an Schmerz, Wut oder Trauer wir mit uns tragen.

Lasse deine Vergangenheit los. Betrachte sie in Liebe und in Wohlwollen. Schaue auf die guten und die schlechten Tage. Was ist dir willkommen? Was möchtest du wirklich in das neue Jahr mitnehmen und bei dir tragen? Gibt es Sachen, die du in Liebe loslassen kannst, weil du es für deinen zukünftigen Weg nicht mehr brauchst? Welche Dinge, welche Situationen bremsen dich aus und was treibt dich voran?

Lass uns heute, in dieser 2. Rauhnacht, wirklich eine Bestandsaufnahme durchführen – ehrlich und mit klarem Blick.

Alles was du erlebt hast, hat dich an Erfahrungen reicher gemacht. Sie alle sind wichtig, keine davon kam grundlos in dein Leben. Es gibt Geschehnisse, die wir ablehnen, die wir nicht wollen. Wir kennen sie alle und doch gehören sie zu uns. Es macht uns kaputt an ihnen festzuhalten. Sie sind die Kugel Blei an deinem Fuß. Löse dich von diesen Fesseln.

 

Aus jeder deiner Erfahrungen wird etwas erwachen!

Und das wirst DU sein!

 

Es sagt sich immer so leicht: Lasse los! Ein LOSLASSEN ist ein ÄNDERN, VERABSCHIEDEN und auch ein ANNEHMEN.

Wir akzeptieren unsere Vergangenheit, wir nehmen sie in Liebe an. Wurdest du verletzt oder ist dir anderweitig etwas Schlimmes widerfahren, so nimm es als ein vergangenes Erlebnis an. Entscheide dich in dieser 2. Rauhnacht auch bewusst dafür zu verzeihen – Nicht für den Anderen, für dich. Lege den Mantel der Liebe über deinen Schmerz und lasse ihn ruhen.

Wir dürfen verabschieden, was nun gehen darf. Dies kann der Schmerz einer Trennung sein – sei es durch Scheidung, Tod oder Streit. Es kann auch ein Abschied von falschen Träumen sein oder von einem Leben, welches uns nicht möglich ist so weiterzuführen wie bisher.

Wir dürfen Situationen ändern, die uns nicht gut tun. Wir dürfen einen anderen Weg einschlagen, die Richtung wechseln – immer und zu jeder Zeit. Wir haben jeden Moment des Lebens die Wahl, wohin die Reise geht. So auch heute, in dieser 2. Rauhnacht, welche dich sanft bittet, den Blick nach hinten zu richten, damit du nach vorne wachsen kannst.

Was immer wie Blei an deinem Fuße hängt, finde es und lege es ab.

Rauhnachtsstern

Der Wassermann, das Zeichen der heutigen 2. Rauhnacht

Diese 2. Rauhnacht steht für das zweite Tierkreiszeichen des nächsten Jahres, welches die Energien des Wassermannes in sich trägt. Die Energien des Wassermanns fließen vom 21. Januar bis zum 19. Februar.

Wassermann SternzeichenDer Wassermann bringt stets das Neue zu Tage, die perfekte Zeit also, um etwas Neues zu beginnen. Der Wassermann ist kreativ, originell, spontan und sehr individuell.

Wir spüren oft diese innere Sehnsucht in uns, einmal etwas ganz anderes zu machen und fast genauso oft lassen wir es dann einfach sein. In unserem Kopf formen sich kreative Ideen und Gedanken, aber wir haben meistens nicht den Mut, die Zeit oder die Muße uns wirklich mit ihnen auseinander zu setzen.

Das Neue aber möchte zum Leben erweckt werden, es möchte geboren werden. Dies kann aber nur geschehen, wenn wir den entsprechenden Platz dafür schaffen. Wir müssen uns zuvor von Altem trennen.

Es ist wie in einem übervollen Kleiderschrank. Du kannst einkaufen gehen und neue Sachen erwerben, aber du wirst sie nicht verstauen können, wenn der alte Schrank sich unter seiner Last schon biegt.

Schaffe Platz! Schaue zurück und erkenne, was endlich ruhen darf. Sieh, an welche Lebensmomente du dich nicht mehr festklammern solltest und lasse sie in Liebe gehen.

Nutze die Energie des Wassermanns, um es endlich anzupacken. Der Zeitpunkt ist ideal. Blicke zurück auf das Alte, aber dann schaue nach vorne. Beschäftige dich mit deinen inneren Träumen und deinen Wünschen. Überlege dir, wie du sie umsetzen kannst und was zu tun ist, um sie nicht wieder aus den Augen zu verlieren.

Rauhnachtsstern

Die Möglichkeiten für die 2. Rauhnacht

Heute musst du mutig sein. Gehe in deine Vergangenheit. Reise in den Winter des letzten Jahres zurück, in das Frühjahr, den Sommer und den Herbst. Schaue genau hin, sieh dir an, was du alles erlebt hast. Fürchte dich nicht davor in deine Wunden, in deinen Schmerz zu blicken. Nimm ihn in Liebe an.

Blicke auch auf all das Schöne, das dich im letzten Jahr begleitet hat. Was ist dir wundervolles widerfahren? Schließe jeden dieser Augenblicke dankbar in dein Herz. Besonders schöne Momente solltest du vielleicht in deinem Rauhnachtstagebuch festhalten, so dass du sie immer wieder betrachten kannst.

Erkenne auch, was dich im letzten Jahr hat wachsen lassen. Welche Erfahrungen haben dich bereichert, was hast du gelernt und wie weit bist du voran gekommen?

Hattest du zu Anfang des Jahres Wünsche und Träume, die dir wirklich wichtig waren? Was ist aus ihnen geworden? Schaue genau hin, ob sie sich erfüllt haben oder ob du ihnen ein Stück näher gekommen bist. Vergiss aber auch nicht darüber nachzudenken, ob sie dir noch immer wichtig sind. Träume und Wünsche können sich ändern, vielleicht passen sie ja gar nicht mehr zu dir.

Kennst du dein Krafttier, welches dich begleitet? Danke ihm für seinen Beistand.

Welche spirituellen Quellen haben dir außerdem Kraft geschenkt? Danke auch diesen.

Durchleuchte die letzten Monate und stelle dich jeglichen inneren Widerständen mutig gegenüber. Du hast die Kraft dafür.

Führe dein Rauhnachttagebuch weiter und vergiss nicht, dir deinen Traum zu merken, welcher sich dann in der Zeit des Wassermannes im nächsten Jahr hoffentlich erfüllt.

Entzünde am frühen Abend eine braune Kerze, sie wird dir Ruhe schenken, dich erden und dein Wohlbefinden fördern.

Rauhnachtsstern

Geh in die Stille

Die Rauhnächte sind eine Zeit der inneren Einkehr, eine Zeit der Reflexion über sich selbst, den ureigenen Platz im Leben und das Leben an sich.

Nimm dir ganz bewusst Zeit, um in die Stille zu gehen. Das klingt nach einer leichten Aufgabe, ist es aber für viele von uns heutzutage gar nicht mehr. Die Stille macht uns häufig nervös. Wir sind es gewohnt, dass immer etwas um uns herum geschieht und sei es nur, dass der Fernseher im Hintergrund läuft.

Suche heute ganz bewusst die Stille. Löse dich von deinem Alltag, nimm dir Zeit  – nur für dich! Und lausche in die Nacht. Beobachte deine eigenen Gedanken, lasse sie aufkommen und weiterziehen. Betrachte sie und werte sie nicht. Sei ganz leise und höre, was die Nacht dir flüstert. Spüre die Energie der Rauhnächte, lasse sie auf dich wirken.

Dieses kleine Abendritual kannst du gerne über die gesamten Rauhnächte hinweg beibehalten. Es wird dir einen Raum der Achtsamkeit öffnen und dir helfen, dich noch mehr auf die magische Energie dieser Rauhnachtszeit einzulassen.

Rauhnachtsstern

Räuchere mit der Mistel und erreich die Tiefe deiner Seele

MistelzweigDie Mistel hilft dir, in deine Seele zu schauen. Sie geht dabei in jene Tiefen, die für uns oft nicht mehr greifbar sind und hilft uns dabei unser Leben in die richtigen Bahnen zu lenken. Mit ihrem Rauch verbinden wir uns mit unseren inneren Bildern. Verschwommenes wird wieder klar.

Ich empfehle sie dir zu entzünden, wenn du heute deine Tarotkarten oder Runen befragst. Ihre Kraft, uns unser Schicksal zu offenbaren, ist beeindruckend. Gerade wenn es darum geht, uns selbst zu erkennen, ist diese Pflanze ein gutes Hilfsmittel. Auch bei einer meditativen Reise wird sie ein guter Begleiter sein.

Ihr Duft ist angenehm würzig und doch liebt sie die Gesellschaft anderer Räucherwaren.

Die Mistel schützt uns vor negativen Energien. Es ist ein wahres Zauberkraut für die Rauhnächte. Die Gesetze der Natur werden ausgehebelt und die Erde wird mit dem Himmel verbunden.

 

Benzoe Sumatra – In Balance kommen

Benzoe SumatraDer Duft des Benzoe ist bezaubernd. Vor allem das Benzoe aus Sumatra verströmt einen sehr warmen, angenehmen und nach Vanille duftenden Rauch.

Benzoe ist aber nicht nur ein Genuss für die Nase, er wirkt auch äußerst wohltuend auf unsere Nerven.

Er sorgt für eine ausgeglichene Balance zwischen deinem Körper und deinem Geist. Unterstützt dich die Mistel mit ihrer Klarheit, so hilft dir das Benzoe mit einem wohlig schützenden Umhang, welcher Geborgenheit schenkt. Es ist wichtig, dass du dich in der Rückschau heute nicht verlierst. Das Benzoe wird dich beschützen und dir die nötige Stabilität schenken.

Dein Geist wird klar und doch geborgen sein, ruhig und doch aufnahmefähig.

Gerade wenn wir meinen, uns nicht entscheiden zu können, wenn wir nicht wissen, welchen Weg wir gehen sollen, ist Benzoe eine gute Stütze. Siehst du gar keinen Weg vor dir, so bitte deine Spirits dir zu helfen. Auch für diese Ebene ist das Benzoe ein Portal.

Benzoe vertreibt das Dunkle, die Finsternis, die sich wie ein Schatten auf die Seele gelegt hat. Es hilft gegen Ängste, Depressionen und Melancholie. Soll in deinem Leben etwas Neues beginnen, so räuchere mit Benzoe.

Rauhnachtsstern

Die Meditation zur 2. Rauhnacht

In der heutigen Meditation nimmt Urd dich an ihre Hand und reist mit dir zurück in das letzte Jahr.

Sie wartet schon auf dich, um dir eine liebevolle Begleitung zu sein.

Hier kannst du schon einmal hinein lauschen:

 

 

 

Was bringt dir der kommende Februar?

Blicke auch heute wieder in deine Zukunft. Was hält der Februar des nächsten Jahres für dich bereit?

Nutze hierfür dein eigenes Runen- oder Tarotkartenset. Alternativ kannst du hier digital eine Rune ziehen.

 

Rauhnachtsstern

 

Lasse deinen Verstand heute den Weg finden,

aber dein Herz entscheiden ob er richtig ist.

Rauhnachtsstern

Die Pyritsonne findet das Dunkle in dir

Die PyritsonneEin Pyrit – und ganz besonders eine Pyritsonne – birgt große Kräfte in sich.

Sie hilft uns dabei, uns selbst zu erkennen und dringt tief in unsere Schattenseiten ein. Das ist nicht immer angenehm, aber äußerst nützlich. Mit einem sehr präzisem Gespür sucht der Pyrit unsere dunklen Seiten, deckt sie auf und wandelt sie in Licht.

Wir wollen heute all unsere Anteile erkennen, auch unsere Schatten. Wir sind bereit, zu finden, was im Verborgenen liegt. Kein Geheimnis unserer Seele ist vor diesem Stein sicher. Haben wir etwas tief in uns verdrängt, der Pyrit findet es.

Trage ihn heute bei dir und lasse ihn dein Begleiter in der Meditation sein.

Rauhnachtsstern

Blicke zurück, um weiter zu gehen

Es empfiehlt sich die Rückschau nicht direkt vor dem Schlafengehen durchzuführen. Es wird sicher einiges in dir aufgewühlt. Suche dir einen ruhigen Moment des Tages an dem du völlig ungestört bist.

Werte dein letztes Jahr nicht, was auch immer geschehen ist, es sollte geschehen. Wir machen häufig den Fehler zurückzublicken und zu denken, dass wir in der einen oder anderen Situation anders hätten handeln müssen. Die Wahrheit aber ist, wir würden in der gleichen Situation genauso handeln. Genau so, wie wir es einst taten.

Es mag sein, dass wir heute anders handeln würden, denn wir wachsen an unseren Erfahrungen. Nur damals hast du getan, was du zu jener Zeit in der Lage warst zu tun. Ärgere dich nicht darüber, klammere dich nicht daran fest. Erfreue dich daran, dass du dich weiter entwickelt hast und Dinge heute anders sehen und angehen kannst.

Gönne dir nach deiner Rückschau unbedingt Ruhe. Vielleicht magst du ein Bad nehmen. Ein natürlicher Zusatz von Orangen- oder Lavendelextrakten hilft dir beim Abschalten. Pass gut auf dich auf und komme gestärkt durch diese 2. Rauhnacht.

Rauhnachtsstern