Was tun, wenn dir alles zu viel wird?

Bist du ein Stoiker, ein Meister der Gelassenheit und allzeit besonnener Herrscher über aufkeimende Unruhe? Nein? Ich auch nicht!

Die Welt ist hektisch, laut, schnelllebig, chaotisch, anspruchsvoll, fordernd und sie rast mit einem Tempo voran, dass einem ganz schwindelig werden kann. Wer möchte da nicht einmal laut schreien und die Notbremse treten. Einen Moment nur die Welt anhalten und zur Ruhe kommen.

Du hast das sicher schon einmal erlebt. Alles in dir ist unruhig, du bist gereizt und die umherschwirrende Fliege im Zimmer ist die größte Katastrophe, die dir je in deinem Leben widerfahren ist.

Geräusche, Gerüche, hektische Bewegungen – alles nervt und stört!

In solchen Momenten können wir für unsere Mitmenschen ziemlich unerträglich werden und wir stellen sie mit der eigenen Laune, Nörgelei und der eigenen Ungeduld gehörig auf die Probe.

Ich verstehe das! Alles prasselt auf dich ein, der Druck und die Anspannung nimmt zu und plötzlich weißt du weder ein noch aus.

Hier und jetzt möchte ich dir 7 Möglichkeiten zeigen, wie du mit solch einer Situation besser umgehen kannst.

 

1. Den Zustand annehmen

Halte einen kurzen Moment inne und lausche in dich hinein. Deine Unruhe hat einen Nährboden. Finde diesen! Suche den Grund für deine Unausgeglichenheit und nimm das Gefühl an. Wer weiß, vielleicht brauchst du nur schnell einen Schokoriegel und die Welt ist wieder in Ordnung.

Im Ernst: Die Unruhe und Gereiztheit in dir ist nicht per se negativ. Sie ist eigentlich ein ziemlich guter Kumpel, denn sie sagt dir: Hey stopp mal! Das wird mir jetzt alles zu viel. Ich muss mein Tempo drosseln, mein Handeln entschleunigen, mir einen Moment der Ruhe gönnen und mal so richtig tief durchatmen. Würde dieser, zugegebenermaßen nervige Kumpel dir nicht gehörig ein paar Knüppel zwischen die Beine werfen, so würdest du vielleicht erst zur Besinnung kommen, wenn du im Krankenhaus an einer Herz-Lungen-Maschine hängst.

Namaste

2. Atemübungen

Es gibt einige Methoden um mit einer gezielten Atmung zur Ruhe zu kommen. Meist genügt es, wenn du eine Hand auf den Bauch legst und ganz bewusst und langsam mit tiefen Atemzügen direkt in den Bauch hinein ein- und ausatmest.

Eine weit verbreitete Methode, die mir persönlich sehr gut gefällt, ist die 4-7-8 Methode eines gewissen Dr. Andrew Weill.

  • Lege für die gesamte Übung deine Zunge hinter die oberen Schneidezähne
  • Atme geräuschvoll durch deinen Mund aus
  • Schließe deinen Mund und atme nun sanft durch die Nase ein, zähle dabei bis 4
  • Halte dann deinen Atem an und zähle bis 7
  • Atme nun – bis 8 zählend – geräuschvoll durch den Mund aus

Die komplette Atemübung noch dreimal wiederholen, so dass du die Übung insgesamt viermal vollzogen hast.

Namaste

3. Meditation

Meditation ist mehr als ein langgezogenes „Ooooooohhhm“ im Schneidersitz. Kannst du machen, musst du aber nicht. Du musst dich nicht zum Guru verwandeln um durch Meditation zu mehr inneren Ruhe und Gelassenheit zu kommen. Meditation ist einfach eine wundervolle Art der Entspannung. Es gibt dabei nicht den einen Weg! Du kannst die für dich richtige Meditation finden. Ich empfehle Dir auf YouTube einfach „Meditation Entspannung“ einzugeben und eine passende für dich zu suchen.

Namaste

4. Progressive Relaxation nach Jacobson

Mit dieser Methode kann ich wunderbar einschlafen, aber eigentlich ist es eine Methode zur Entspannung. Im Grunde genommen werden hierbei deine Muskeln im wechselnden Rhythmus angespannt und wieder entspannt. Der große Vorteil dieser Methode liegt in der bewussten aktiven Entspannung. Das autonome Nervensystem wird durch die Übungen beruhigt. Vielen fällt diese Methode dadurch leichter, als zum Beispiel autogenes Training.

(produziert von MINDDROPS)

Namaste

5. Stressabbau durch Bewegung

Einige unter euch werden mit all den bisher genannten Punkten vielleicht so gar nichts anfangen können. Sie müssen einfach handeln, in Aktion sein und jegliche negativ angesammelte Energie mit Bewegung bekämpfen. Warum auch nicht! Tanzt euch die Seele aus dem Leib, schnappt euch das Mountainbike und radelt den Berg hoch und runter, geht joggen, hackt Holz, putzt die Wohnung blitzeblank, … Powert euch so richtig aus, bis nichts mehr von all den unruhigen Schwingungen eure innere Balance stören kann.

Namaste

6. Lach dich so richtig schlapp

Lachen ist eine wunderbare Medizin. Du wirst dir erstmal ziemlich seltsam vorkommen, wenn du dich mal so richtig vor Lachen biegen sollst. Ziehe doch erst einmal deine Mundwinkel nach oben. Ist es nicht erstaunlich schwer mit dieser Mimik wirklich negativ zu fühlen? Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, wie schnell dieser kleine Trick wirkt. Ja und dann nimm allen Mut zusammen und lach einfach los! Egal wie es klingt und wie blöd du dir auch vorkommen magst. Lach all deine Probleme aus, lache und lache und lache …

Namaste

7. Höre deine Lieblingsmusik

Geht bei mir wirklich gar nichts mehr, dann greife ich zu meinem Allheilmittel! Ich höre Musik und zwar die schönste Musik die ich finden kann. Kopfhörer auf und los geht es! Abtauchen und die Welt ausklammern. Wundervoll! Schubsen sich negative Gedanken zwischen die Klänge, so schicke sie weg. Lasse sie einfach gehen und kümmere dich später um sie, wenn du wieder fit und entspannt bist und die Welt nur noch halb so schlimm ist wie zuvor.

Das war eine kleine Einführung in verschiedene Entspannungstechniken. Mich würde interessieren, wie Du am ehesten zur Ruhe kommst?

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