Stress kennen wir alle. Unser Alltag ist oft hektisch und schnelllebig. Wir sehnen uns immer wieder nach Ruhe und Entspannung. Leider ist dies schon fast Normalität in der heutigen Gesellschaft. Der Druck ist einfach hoch, die Erwartungen an uns enorm.

Es ist so wichtig sich zurückzunehmen, sich Auszeiten zu können. Der Welt einfach mal den Rücken zuzukehren und sich Zeit nur für sich selbst zu gönnen.

Im Folgenden habe ich ein kleines Paket für euch geschnürt, in welchem ihr erfahren könnt, was ihr in akuten Stresssituationen tun könnt um wieder in Balance zu kommen.

Passt gut auf euch auf.

 

1 Nimm dir eine kurze Pause

Halte bewusst inne und schließe deine Augen. Konzentriere dich auf deinen Körper und wandere mit all deinen Sinnen hinab zu deinen Zehen. Spüre sie und spüre wie sie fest auf dem Boden verankert sind. Atme weich und ruhig. Wandere in deine Waden, deine Knie, Oberschenkel, Hüfte, Bauch, deine Brust, in deine Arme, zu den Fingerspitzen, zurück zum Hals, spüre deine Stirn und deinen Scheitelpunkt. Wandere mit aller Achtsamkeit von deinen Zehen bis zum obersten Punkt des Kopfes und langsam wieder zurück. Vergesse nicht ruhig und achtsam zu atmen. Bist du wieder bei deinen Füßen angekommen, so gehe noch einmal deutlich in das Bewusstsein hinein, wie sie mit der Erde verbunden sind.

Öffne deine Augen, atme noch einmal tief ein und aus und beende dann die Übung. Lasse deinen Geist lernen, dass eine Entspannung innerhalb kürzester Zeit möglich ist.

 

2 Trinke ein Glas Wasser

Dieser hilfreiche Trick ist vor allem ratsam, wenn dich etwas sehr aufgeregt hat. Forscher haben herausgefunden, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes unseren Ärger herunterspülen können. Konzentriere dich dabei auf den gesamten Vorgang. Sei aufmerksam, wenn das Wasser in dein Glas fließt, du es an deine Lippen setzt und spüre wie es deine Kehle hinab rinnt. Diese Übung dient dazu den ersten Ärger wegzuspülen. Atme zum Schluss noch einmal tief ein und aus, ehe du wieder in den Alltag einsteigst.

 

3 Entspanne deinen Körper

Meist bemerken wir es gar nicht oder erst, wenn die ersten Anzeichen von Schulter-, Kopf- oder anderweitigen Schmerzen sich zeigen.

Bei Stress spannen wir unbewusst unsere Muskeln an. Vor allem im Nackenbereich und im Kiefer sind wir wie versteinert. Die Muskeln kontrahieren, die Atmung stockt, der Kiefer wird starr nach oben gezogen und wie drücken unsere Zähne aufeinander.

Beginne wieder mit einer ruhigen und tiefen Atmung. Atme ganz bewusst weit in den Bauch hinein ein und wieder aus. Lasse deine Schultern kreisen und ziehe sie nicht nach oben. Neige deinen Kopf nach vorne, halte ihn einen Moment. Neige ihn zu rechten Seite, halte ihn dort kurz. Zur linken Seite und abermals kurz halten. Zuletzt in den Nacken und auch diese Position kurz halten. Du kannst deinen Kopf auch langsam kreisen lassen. Finde heraus was angenehmer für dich ist.

Bewege deinen Unterkiefer hin und her und lockere somit seine Muskulatur. Du kannst auch deinen Mund langsam weit öffnen und wieder schließen. Achte darauf, dass deine Zähne nicht aufeinander liegen. Lasse deinen Unterkiefer bewusst nach unten fallen.

 

4 Gehe ein paar Minuten in vollkommener Achtsamkeit

Bist du auf dem Weg zu einem wichtigen oder nervenaufreibenden Termin, so spielen die Gedanken in unserem Kopf alle möglichen Szenarien durch. Lasse es einfach nicht zu, sondern konzentriere dich ganz bewusst auf ein achtsames Gehen. Konzentriere dich auf deine Schritte. Schweifen deine Gedanken ab, so kehre zu den Schritten zurück. Denke den nächsten Schritt: rechts, links, rechts, links …

Setze einfach einen Fuß vor den anderen und verliere dich nicht in Gedanken voller Angst auf das bevorstehende Ereignis. Du wirst entspannter dein Ziel erreichen und konzentrierter den Termin wahrnehmen können.

 

5 Komm! Lass es einfach raus!

Von klein auf werden wir dazu getrimmt unsere Gefühle im Griff zu haben. Du hast aber so viel Frust in dir, dass du einfach nur noch schreien könntest?!

Lasse deine Emotionen raus!

Negative Gefühle sammeln sich in dir an, wie in einem Fass, welches früher oder später überlaufen wird. Lass es einfach nicht dazu kommen. Tue was dein Inneres von dir möchte. Hast du Lust um den Häuserblock zu joggen, dann ab mit dir. Möchtest du einen Sandsack verprügeln, nur zu! Du kannst auch einmal mit der Faust auf den Tisch hauen. Es ist okay! Tritt gegen eine Wand, kick einen Stein weg, höre einen Heavy Metal Song, tanze wie von Sinnen, raufe dir die Haare oder renne dahin wo dich niemand für verrückt erklärt, wenn du einmal wirklich richtig laut losschreien willst!

 

6 Die etwas sanftere Form: Baue inneren Druck ab

Bewegung reduziert Stress. In Situationen, in denen du verärgert oder angespannt bist, produziert dein Körper fleißig Stresshormone. Die müssen abgebaut werden. Das gelingt dir durch jegliche Form von Bewegung. Gehe spazieren, schnapp dir deine Badesachen und gehe schwimmen, tobe dich im Fitnesscenter aus. Kurz: Bewege dich!

Bewegung schüttet Glückshormone aus, die dich wieder in Balance bringen werden. Im Blut konnten nach der Bewegung ebenso Codein und Morphin nachgewiesen werden, welche stressbedingte Schmerzen lindern.

 

7 Eine gezielte Atemübung für innere Ruhe

Atme ein und halte die Luft an. Dein Körper gibt dir das Signal wieder auszuatmen, gebe dem nicht sofort nach, sondern halte die Luft ein wenig länger. Wiederhole diese Übung einige Male.

Es wird dir zu mehr Gelassenheit verhelfen und deinen Verstand beruhigen.

Korrekter, aber auch schwerer ist es im Übrigen genau anders herum. Atme normal ein und versuche so viel wie möglich auszuatmen, hole aus den letzten Winkeln deines Körpers noch Atemreste hervor. Ist dann absolut nichts mehr aus dir herauszupressen, halte kurz inne und atme dann ganz normal wieder ein.

 

8 Lenke deine Gedanken auf deine aktuelle Situation

Was genau ist eigentlich momentan dein Problem. Stoppe das Denken und schaue einmal genauer hin. Wir laufen immer wieder mit Schwung durch unser selbstgebautes Hamsterrad. Die Gedanken kreisen wie von Sinnen durch unseren Kopf. Die Leinwand in unserem Gehirn zeigt uns in allerhöchster HD-Qualität die schrecklichsten Szenarien. Schalte das Kopfkino aus. Beobachte ganz genau, was in dir gerade vorgeht. Worüber denkst du nach, was quält dich?

Geht es wirklich um eine akut aufgetretene Situation oder hängst du mit deinen Gedanken in einer Warteschleife aus negativen Erfahrungen fest, die du nun auf dein momentanes Leben überträgst. Verweilen deine Ängste und Sorgen in der Zukunft, die wir uns oftmals viel schlimmer ausmalen, als sie sein wird?

Hinterfrage deine Situation und schaue wo der Stress wirklich sitzt. Sitzt er wirklich jetzt in diesem Moment oder ist er ein Produkt aus deinen Erfahrung oder eine Illusion deiner Zukunft?

 

9 Finde deinen inneren Frieden

Der Weg um zu deinem inneren Frieden zu finden ist immer absolut individuell. Die Momente, in denen du keinen Stress verspürst, dich keine Sorgen plagen und du glücklich im Einklang mit der Welt bist, sind deine persönlichen Momente des inneren Friedens.

Finde für dich heraus, wie du diesen Zustand erlangen kannst. Im inneren Frieden verspüren wir Dankbarkeit und Verbundenheit. Alles ist plötzlich leicht und wir sind positiv eingestellt. Im inneren Frieden steckt auch ein Urvertrauen auf jegliche Umstände: Das Vertrauen, dass alles gut wird.

Einigen Menschen hilft Meditation und Yoga, anderen die Nähe und das Verständnis geliebter Menschen. Manche finden den inneren Frieden in der Natur. Andere wiederum in der Gegenwart von Tieren.

Finde deinen eigenen Weg!

Einen Tipp zu guter Letzt: Versuche dich in jedem Augenblick zu akzeptieren! Stelle dich nicht in Frage. Egal ob du gerade denkst alles richtig zu machen oder ob du das Gefühl hast: Oh, da habe ich jetzt aber echt Mist gebaut! Akzeptiere dein Wesen und deine Entscheidungen und baue eine Liebe zu dir selbst auf. Niemand ist perfekt und frei von Entscheidungen, die vielleicht nicht die Besten waren.

Sei liebevoll mit dir.

Namaste

Artikel drucken Artikel drucken

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.