In seinem Ursprung kommt die Mojo-Magie aus Afrika. Mit dem Sklavenhandel gelangte das Mojo nach Amerika. Es ging mit der Zeit auch in den englischen Sprachgebrauch über. Heute können Mojo Bags leicht erworben werden, sie sind in der Welt der kommerziellen Magie längst angekommen. Wir aber werden unser eigenes Mojo, einen eigenen Zauber- und Hexenbeutel fertigen.

Was ist ein Mojo überhaupt?

Ursprünglich also aus Afrika war das Mojo Teil der Hoodoo Magie in den Südstaaten von Amerika. Hoodoo ist eine beliebte Form der Magie innerhalb der afroamerikanischen Gemeinschaft, wobei sie auch Magie der Indigena, der Natives und selbst Teile europäischer Ritualmagie nutzen.

Im Grunde genommen ist ein Mojo nichts anderes als eine Art Glücksbehälter, meistens in Form eines Zauberbeutels. Traditionell werden sie vor allem für Zauber in Liebesdingen, bei Geldsorgen oder eben bei der Suche nach Glück angewendet. Grundsätzlich kann die Mojo-Magie für alle Bereiche des Lebens genutzt werden, vor allem, wenn du etwas in dein Leben ziehen möchtest.

Diese Zauberbeutelchen sind kein rein afrikanisches Phänomen. Auch in unseren Breitengraden nutzten vor allem die magischen Frauen derlei Beutel, um Zauber zu wirken. Heute nennen wir sie Hexenbeutel. Sie finden sich weltweit in den alten Kulturen, so auch im indischen Raum. Allein dies ist Grund genug, um an ihrer Zauberkraft keinen Zweifel zu lassen.

Ein eigenes Mojo herstellen

Stellvertretend für alle möglichen Mojos erschaffen wir in diesem Beitrag einen Hoodoo-Zauber für mehr Selbstliebe in unserem Leben.

Es scheint mitunter so zu sein, aber nichts in der Magie beruht auf dem Prinzip des Zufalls und auch wir sollten nichts einfach so dem Zufall überlassen. Um Zauber zu wirken ist es wichtig, sich voll und ganz in die magische Arbeit zu vertiefen. Alles spielt eine Rolle.

Der Beutel selbst

Selbst die Auswahl des Stoffes überlassen wir nicht dem Zufall. Für ein Mojo wird gerne Leder oder Flanell, meist eine Form der Baumwolle, verwendet. Erfahrungsgemäß ist es wichtig, auf vollkommen natürliche Stoffe zurückzugreifen, da sonst die Wurzeln zur Natur einfach abgeschnitten oder zumindest gestutzt sind.

  • Leder
  • Baumwolle
  • Leinen
  • Wolle
  • Hanf

Das Thema ist Selbstliebe. Du kannst also einen Stoff nehmen, der direkt mit dir in Verbindung steht. Das kann beispielsweise ein altes T-Shirt sein. Wähle für die magische Arbeit eine geeignete Farbe. Für Selbstliebe als wichtigste Form der Liebe kann rot ausgesucht werden. Hat die Liebe für dich eine andere Farbe, so vertraue deiner Intuition und nimm einfach die Farbe, welche für dich richtig ist.

Zahl Eins

Beutel aus einem Stück

Ich fertige gerne Mojos aus einem einzelnen Stück Stoff, vor allem, wenn etwas wirklich rund laufen soll, so wie es in der Selbstliebe der Fall ist. Schneide dazu circa 15×15 cm des Stoffes aus.

All deine Zutaten, zu denen wir gleich kommen, gibst du dann in die Mitte des Stoffes. Falte es zusammen und verbinde es mit einem natürlichen Faden deiner Wahl. Beim Faden kannst du ebenso die Wirkung magischer Farben beachten. Das Band, also der Faden wird zum Schluß einfach fest um den Stoff gewickelt, um den Beutel zu verschließen.

Zahl Zwei

Einen Beutel nähen

Du kannst auch aus mehreren Teilen einen Beutel anfertigen. Nimm dafür deinen Stoff und schneide zwei Rechtecke oder Quadrate aus, wobei die längste Seite etwa 7-8 cm lang ist. Das richtet sich auch danach, wieviel du hineingeben möchtest.

Nähe den Beutel an drei Seiten zusammen. Du kannst diesen im Anschluss ebenso verschließen wie in der Variante eins.

Arbeite mit der Magie

In jedem einzelnen Herstellungsschritt bleibst du fest mit deiner magischen Arbeit verbunden. Konzentriere dich auf das, was du tust. Webe deine Magie ein. Du kannst die Stoffe, die Bänder, die Zutaten besprechen und beschwören. Du kannst den Beutel mit (magischen) Symbolen wie Binderunen oder Sigillen besticken. Für die Selbstliebe kannst du auch ganz klare und einfache Symbole wie ein Herz nutzen. Du kannst den Zauberbeutel auch mit einem Schutzsymbol versehen. Es eignet sich beispielsweise ein Pentagramm oder auch die Dagaz Rune.

Du kannst beim Binden des Beutels mit der Knotenmagie arbeiten. Die Zahl Acht zum Beispiel steht für die Selbstliebe, wie wäre es also mit acht Knoten?

Nähst du dir deinen Beutel, so kannst du mit jedem einzelnen Nadelstich deine Energie einfließen lassen. Dies funktioniert zum Beispiel durch eine kraftvolle Visualisierung.

Achte immer auf deine Gedanken. Denke an dein Ziel und stelle dir vor, wie du in Liebe zu dir selbst badest. Je besser dir das gelingt, desto stärker wird das Mojo wirken. Ich würde übrigens ein Mojo für Selbstliebe immer nur bei zunehmenden Mond herstellen. Wir wollen ja etwas hinzu gewinnen.

Zeit das Mojo zu füllen

Eine Mojo enthält oft ein Amulett. Finde ein Symbol, das du mit Liebe verbindest. Das einfachste Symbol ist wohl, wie bereits erwähnt, ein Herz. Ein Herz in Form eines Magneten zum Beispiel würde die Liebe symbolisieren und zugleich noch anziehend wirken. Du wirst das richtige Amulett finden. Siehe in diesem Zusammenhang den Begriff Amulett nicht zu eng gefasst, es muss kein wunderschönes Amulett sein, wie wir es zum Beispiel als Anhänger einer Kette kennen.

Was kann noch alles hinein?
Kräuter:
  • Schafgarbe
  • Rosenblätter
  • Lavendel
  • Yerba Santa
Heilsteine:
  • Magnesit (!)
  • Magnesit Howlit
  • Rosenquarz
  • Rhodonit
  • Orangencalcit
  • versteinertes Holz
Hast du selbst noch Dinge, die für dich definitiv in den Zauberbeutel gehören, dann hinein damit. Intuitives Arbeiten ist immer das Beste.

Machen wir den Sack zu

Im Prinzip ist das Mojo fertig. Du kannst es bei dir tragen oder auch nachts unter dein Kopfkissen legen. Je enger der Kontakt zum Mojo ist, desto so stärker ist die Wirkung.
Möchtest du das Mojo noch mehr verstärken, so halte es in das Licht einer roten Kerze, es sei denn deine Farbe für die Liebe ist eine andere. Du kannst das Mojo auch in den Rauch halten um es zu kräftigen, aber auch um es zu schützen. Zur Erhöhung der magischen Frequenzen verräuchere zum Beispiel Rosenblätter, Lavendel und Scharfgabe miteinander. Möchtest du es schützen, so kannst du im Anschluss (Achtung wichtig, nicht schon vorher!) den Beutel mit Wacholder räuchern, das zieht auch gleichzeitig noch negativ anhaftende Einflüsse, wie zum Beispiel Fremdenergien heraus.

Das Mojo ist fertig und nun?

Der gesamte magische Herstellungsprozess hat eine Art Mojo-Spirit erschaffen. Je intensiver du gearbeitet hast, desto mehr „Leben“ steckt in deinem Mojo.

Dieser Mojo Spirit kann weiterhin genährt werden. Du fütterst quasi die Mojo-Magie. Dies kann mit einem Tropfen deines Blutes geschehen, wenn es um die Selbstliebe geht, welcher regelmäßig hinzugefügt wird. Natürlich kannst du auch rituelle Öle verwenden, nur bitte alles in Maßen, ein Tropfen genügt schon.

Nimm dein Mojo zur Hand, verbinde dich mit dem Duft der Kräuter, atme den Mojo-Spirit ein und hauche ihm den Atem deines Lebens ein. Du kannst den Zauberbeutel auch regelmäßig besprechen, Worte sind in der Magie äußerst wirksam.

Ein Rat zum Schluß: Hast du den Zauberbeutel für dich gefertigt, dann ist er auch nur für dich. Ich verberge sie vor fremden Augen und achte darauf, dass ihn keine Fremdenergien erreichen, indem ihn zum Beispiel jemand berührt.