Das großartige Abenteuer Leben klopft ständig an deine Tür, also worauf noch warten? Raus aus dem Alltagstrott.

Wie Walter Mitty einfach mal allen Mut zusammen nehmen und sich in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang stürzen oder sich wie Hector auf die Suche nach dem Glück machen? In Literatur und Film sehen wir oft diese Helden, die mutig aus ihrem Hamsterrad springen und all ihren Alltagstrott hinter sich lassen. Eine leise wispernde Stimme im Inneren sagt: „Das sollte ich auch machen!“ Es wird mitgefiebert, bewundert und leise bedauert, dass wir selbst jedoch tagein und tagaus den beruflichen und privaten Verpflichtungen nachgehen.

Symbol Ornament

Täglich grüßt das Murmeltier

Wir hängen an unserer Sicherheit und kleben zu oft an ihr fest. Im Laufe des Lebens bauen sich viele Menschen eine kuschlige Höhle und nisten sich dort mit all ihren Alltagsabläufen ein. In dieser Komfortzone des eigenen Lebens steht alles an seinem Platz. Die Wände sind in Alltagsgrau gestrichen, eine weiche Bequemlichkeitscouch lädt zum Totschlagen der Zeit ein, der Boden unter den Füßen ist mit Superkleber fixiert, dass wir ja nicht den Halt verlieren, der Schrank der Illusionen ist fest verschlossen und der elektrische Duftstecker hüllt alles in die Macht der Gewohnheit.

Ja so eine Höhle hat ein beruhigendes Wesen. Alles ist vertraut und was vertraut ist schenkt Sicherheit und Geborgenheit. Der Weg zur Arbeit ist der Gleiche wie am Tag zuvor und an dem Tag davor und an dem Tag davor und an …, na du weißt schon! Wir fahren wieder und wieder in den selben Supermarkt, haben einen festen Tag für das Fitnessstudio und zweimal im Jahr geht es zum Zahnarzt. Jahr für Jahr. Tag für Tag grüßt das Murmeltier.

Das Ganze ist ein wenig plakativ und überspitzt dargestellt, denn mitunter besuchen wir schon einmal das Kino, das Restaurant, dessen Gericht mit der Nummer 37 so fantastisch schmeckt, dass es bei jedem Besuch erneut bestellt wird. So wie wir natürlich auch in den Urlaub fahren – gerne zu jenem Ort, von dem wir wissen, dass es dort auch wirklich schön ist.

Pfeil-Zauberpferd

Abenteuer Leben – Today is my new favorite day

Ich spüre oft den Drang mehr vom Abenteuer Leben zu wollen und vermutlich lauert der Wunsch auch in dir. Dieser kleine, immer wiederkehrende Impuls mal etwas Anderes zu tun. Nein! Heute geht es mal nicht zum Italiener um die Ecke, sondern in dieses kleine brasilianische Restaurant, aus dem noch sehr spät am Abend lautes Gelächter und der Rhythmus von Samba klingt. Ja und dann wird getanzt bis die Vögel in der Früh den Tag begrüßen.

Dieses Jahr fliegen wir nicht nach Mallorca und reservieren bereits vor dem Frühstück unsere Sonnenliege mit dem Handtuch. Nein! Auf geht es nach Island, schon immer mal wollte ich doch die Polarlichter sehen oder es wartet diese wilde Kanutour durch Schweden. Ich lerne tauchen, surfen oder pilgere nach Santiago de Compostela.

today is my new favourite day

Es gibt ein Leben vor dem Tod!

Hören wir auf diese kleinen und großen Sehnsüchte in unserem Inneren. Nehmen wir die Impulse war. Unterdrücken wir Wünsche, Sehnsüchte und Träume nicht. Unser Verstand schiebt all dies nur allzu gerne immer wieder auf das Abstellgleis, weil es seine Komfortzone nicht verlassen möchte. Was kann uns denn schon passieren? Das Abenteuer Leben!

Halte die Welt an, geh raus und suche dir neue Abenteuer. Lass es nicht zu, dass der bequeme Alltagstrott deine Sinne abstumpfen lässt. Was du immer und immer und immer wieder tust, wird irgendwann gar nicht mehr wahrgenommen. Es verselbständigt sich. Wir verlieren den Blick für den Wert des Augenblicks.

Erinnerst du dich an deinen ersten Kuss? Weißt du noch, wie du das erste Mal auf ein Fahrrad gestiegen bist und spürst du das Gefühl, als du dann endlich die Balance halten konntest? Dein erster Biss in eine saure Zitrone, die erste Partynacht und der erste Flug durch die Wolken in ein fremdes Land? Es gibt so viele Dinge auf dieser Welt, die du irgendwann zum ersten Mal getan hast und viele davon waren berauschend. Nicht wahr?

Tritt deiner Angst vor der Ungewissheit neuer Erfahrungen kräftig in den Hintern und wenn du schon dabei bist, dann gib dem Gewohnheitstier in dir doch mal einen gewaltigen Schubs!

Das Leben ist zur Entfaltung gedacht

Irgendwann reiste einmal eine Eizelle durch den Eileiter und traf auf ein Spermium, mit dem es verschmolz und eine einzigartige Entfaltung neuen Lebens begann. Kommen ein Spermium und eine Eizelle zusammen, verschmelzen dabei die Kerne der beiden Keimzellen. Eine neue Zelle entsteht und diese trägt das vollständige Erbgut des zukünftigen Menschen in sich, eine Hälfte aus dem Erbgut der Mutter, die andere Hälfte aus dem des Vaters. Aus dieser Zygote, der befruchteten Eizelle, entwickelt sich der Embryo und das Wunder eines neuen Lebens entsteht.

Das Leben ist ständig bestrebt, sich so gut es nur irgend geht zu entfalten. Aus kleinen Samen erblüht die Welt, aus Zellkernen erwacht das Abenteuer Leben. Unglaublich faszinierend, wenn wir uns das wirklich einmal vor Augen führen. Und auch jetzt, in diesem Moment, passiert so viel Unglaubliches in deinem Körper.

In jedem Moment wandelt sich etwas in dir. Immer wieder teilen sich die Zellen, heilen wir, erneuern wir uns. Wir sind ein wandelndes Wunder! Du hältst vielleicht gerade dein Handy fest, um diesen Text zu lesen – ohne darüber nachdenken zu müssen. Du kannst aufrecht stehen – ohne darüber nachdenken zu müssen. Du atmest – einfach so.

Das Leben ist voll mit Fülle, wir sind von einer grandiosen Schöpfung umgeben, die sich immer weiter entwickelt und verändert. Wir wissen, endet die Dunkelzeit und tauchen wir wieder in die Phase des Lichts, dann wird die Welt uns erneut mit ihren Pflanzen beschenken und nähren. Wunder über Wunder und wir schauen oft gar nicht wirklich hin.

Setze deine unendlichen Potenziale frei

Was steckt in dieser kleinen Eizelle und in dem Spermium? Ein unfassbar gewaltiges Potenzial – ein gesamtes Leben. Dein Abenteuer Leben.

Wie das Leben selbst, können auch wir unsere Potenziale freisetzen. Was hält uns zurück? Wir leben inmitten der Fülle und stellen uns selbst in einen Käfig mit Gitterstäben aus Beschränkungen. So betrachtet, irgendwie verrückt – oder?

Ich bin sicher, du spürst in dir die Sehnsucht danach, dass Leben in seiner kompletten Fülle zu erfahren. Diese Sehnsucht entspringt dem Unbewussten in uns und es kommuniziert mit dir zum Beispiel über deine Intuition, die dich lenken möchte. In dieser Kultur aber wird die Intuition gegeißelt oder ich nenne es mal stark gedrosselt.

Stellen wir uns unser Gehirn einmal als ein Netzwerk vor. Durch Berechnungen geht die Wissenschaft davon aus, dass unser Geist in der Lage ist, eingehende Informationen mit einer Datenrate zwischen 72 und 107 MByte pro Sekunde aufzunehmen, also rund 90 Mbyte pro Sekunde.

Die Datenrate unserer Gehirnleistung, die nach außen abgeleitet werden kann, liegt zwischen 36 und 72 Mbyte pro Sekunde, im Mittel also etwa bei 54 Mbyte pro Sekunde. Unser Gehirn kann also ganz gut mit den derzeit gängigen Internetanschlüssen mithalten. Cool, oder?

Zugegeben, das klingt erstmal nach einem guten Lehrmeister, aber unser Unterbewusstsein arbeitet weitaus effektiver! Ist der Verstand noch bei der Aufnahme der Information, hat unsere Intuition beispielsweise schon das Gesamtpaket erfasst, verarbeitet und uns das Ergebnis zur Verfügung gestellt – mit einer unfassbaren Geschwindigkeit. Ich möchte da nicht direkt mit Zahlen jonglieren, da diese untereinander abweichen, aber sie alle haben eine extrem höheren Wert gemeinsam, als die Datenleistung des Verstandes.

Nehmen wir stattdessen ein recht gut belegtes Beispiel:

Nehmen wir Informationen rein über den Kanal Sprache auf, so geschieht dies mit etwa 100 Bit pro Sekunde. Nehmen wir die Information mit allen Sinnen auf, so geschieht dies mit circa 1000.000.000.000 Bit pro Sekunde.

Da wir aber alles kontrollieren und belegen möchten, schieben wir das Bauchgefühl oft beiseite. Es fehlen die Fakten. Dabei steckt in der Intuition extrem viel Wissen, das rasend schnell verarbeitet werden kann. Eine unendliche Fülle an ungenutztem Potential.

Du kennst das bestimmt. Du sollst eine Entscheidung treffen. Sofort ist ein intuitives Gefühl da, die Antwort, auf die wir meistens leider nicht hören. Wir ignorieren es und übergeben unserem Verstand die Führung. Der Verstand arbeitet so langsam, dass du ihn dabei entspannt beobachten kannst. Sorgsam wägt er die Fakten ab, macht ein Sicherheits-Check-up, kalkuliert die Risiken, flechtet unsere Träume und Wünsche mit ein, egal aus welchem Motiv heraus sie entstehen, und kommt dann irgendwann zu einem Urteil.

Nicht selten übrigens einem Urteil, dem wir nicht so recht trauen, weil da noch immer unser Bauchgefühl warnend mit dem Finger schnippt, um sich Gehör zu verschaffen. Also beginnt der Verstand von vorne und legt sich noch bessere Argumente zurecht, bis er endlich so gut gearbeitet hat, dass wir bereitwillig schlucken, was er uns recht überzeugend präsentiert.

… und eines Tages erwachen wir mit der Erkenntnis „Ach hätt ich doch nur auf mein Bauchgefühl gehört.“ Was uns übrigens nicht davon abhält, es beim nächsten Mal wieder mit dem Verstand zu versuchen.

Es ist toll, dass wir einen Verstand haben, wirklich. Ich möchte nicht ohne leben. Wir dürfen aber nie vergessen, dass er uns wirklich gerne in einem Käfig gefangen hält, einfach weil er selbst recht beschränkt arbeitet und sich gerne in den Gefilden aufhält, die er berechnen kann, die er kennt. Die meisten unserer Träume und Wünsche fallen bei seiner Risikoberechnung durch, denn sie warten außerhalb der Gitterstäbe.

Es gibt so viel mehr zu entdecken und zu erfahren, als unser Verstand es uns vorgaukelt. Spürst du das nächste Mal den Drang, deinen Käfig zu verlassen, dann mache einen ersten Schritt in die Freiheit. Lass dich von deinem Bauchgefühl führen, so wie du es als Kind noch konntest und die grandiosesten Abenteuer erlebt hast.

Artemis Mondgöttin

Ein erster kleiner Schritt ins Abenteuer Leben

Alles beginnt mit einem kleinen, ersten Schritt. Hinterfrage dich und dein Leben und dann setze einen Fuß vor den Anderen. Die Abenteuer werden nicht zu dir kommen. Da musst du schon selber gehen und gehe dabei ruhig auch einmal zu weit und dann wenn du schonmal da bist, schau dich dort ein wenig um. Es lohnt sich ganz bestimmt.

Wir sind es so sehr gewohnt uns selbst zu disziplinieren, dass es uns oft gar nicht mehr auffällt, dass wir in einer selbstgewählten Zwangsjacke stecken. Das Gute an dieser Jacke ist, dass sie nicht hinter dem Rücken verknotet ist. Du musst auch nicht gegen Gummiwände springen, die dich eh nur immer wieder zurückwerfen würden. Du kannst dich frei bewegen, entscheiden wohin du gehen, was du erleben möchtest und welche Welt du dir in Zukunft erschaffst.

Du darfst deinen Käfig verlassen, die Tür ist offen und sie war es immer.

Geißel dich nicht, wenn dir mal wieder etwas auf der Seele brennt. Sage es deinem Gegenüber und fürchte dich nicht vor den Konsequenzen. Knechte dich nicht durch den vermeintlichen Anstand unserer Gesellschaft selbst, sondern schaukle hoch durch die Lüfte wie in Kindertagen.

Es geht um viel mehr im Abenteuer Leben, als sich immer nur im Kreis zu bewegen. Es geht um dich! Es ist deine Zeit hier auf Erden und deine Entscheidung was du daraus machst. Sei mutig!