Mond in Schütze

Sonne in Zwilling

17.06.2019

10:30:33 MEZ

Ornament Trennlinie

Am späteren Vormittag des 17. Junis stehen sich Sonne und Mond im 26. Grad zum Vollmond gegenüber. Wir sind in der Mitte der sechsten Mondphase des Jahres angekommen. In vier Tagen schon ist Mittsommer, der Zeitpunkt wo der Tag am längsten und die Nacht am kürzesten ist. Es ist damit auch der Wendepunkt gekommen, der die Tage wieder kürzer werden lässt. Das aber soll uns noch nicht bekümmern, denn ein ganzer Sommer liegt noch vor uns.

Die Sommersonnenwende ist auch der Zeitpunkt des Todes von Odins Sohn Baldur. Möge also dieser Vollmond auch an Baldur erinnern, auf dessen Wohl wir das Glas erheben.

Der Vorabend des 17. Junis ist perfekt für die Rituale zum Vollmond. An diesem Abend steht der Mond nicht alleine am Himmel, wenn er erwacht. Ganz dicht neben dem Mond erstrahlt Jupiter. Er ist der Größte aller Planeten, selbst das Licht des nahenden Vollmondes kann seinem Strahlen nichts anhaben, so dass er gut zu erkennen sein wird. Das ist gewiss ein bezaubernder Anblick für alle Menschen, die ihren Blick gerne in den Nachthimmel erheben. Hoffen wir auf einen wolkenfreien Himmel.

Himmelsscheibe von Nebra

Die Konstellationen des Himmels zum Vollmond im Juni

Sonne und Mond stehen sich auf 25 Grad 53 Minuten und 19 Sekunden zum Vollmond gegenüber. Die Sonne wandelt dabei noch immer in den Zwillingen, ehe sie zur Sommersonnenwende in den Krebs wechselt. Sie durchzieht dabei Haus zehn und elf. Der Mond unterliegt dem Einfluss des Schützen und wandelt durch die gegenüberliegenden Häuser vier und fünf.

Der Mond tritt dabei energetisch in ein Bündnis mit Jupiter in Haus fünf, welcher das Tierkreiszeichen des Steinbockes durchquert. Er steht also zu diesem in Konjunktion. Jupiter bildet dabei, ebenso wie der Mond selbst, eine Opposition zur Sonne.

Bemerkenswert zu diesem Vollmond ist die Linie zwischen Merkur, Mars, Pluto, Saturn, dem südlichen und nördlichen Mondknoten. Dabei stehen in Haus 5 der südliche Mondknoten, Pluto und Saturn in Konjunktion zueinander. Der nördliche Mondknoten bildet in Haus 11 eine Konjunktion mit Merkur und Mars.

Der Mond wandelt nah am galaktischen Zentrum, dem Massezentrum des Milchstraßensystems. Die Mondenergien werden dadurch verstärkt zu spüren sein.

Himmelsscheibe von Nebra

Die Opposition von Sonne und Mond

Der Lauf der Sonne führt durch die energetischen Einflüsse der Zwillinge. Es kommen die Energien des zehnten und des elften Hauses zum Tragen. Das elfte Haus befindet sich in der fünften Ebene eines schamanisch, astrologischen Lebensbaumes. Es handelt sich also um das oberste Geäst. Wer ein Raubtier, wie zum Beispiel den Wolf, als Schutzwesen hat, der spürt zum Vollmond vielleicht verstärkt seinen Beistand. Steht die Sonne im elften Haus, so begleiten uns auch verschiedene Helferwesen. Eines ist gewiss: Wir sind definitiv nicht allein. In dieser Konstellation bieten sich vor allem spirituelle Reisen am Tage an. Wie gut trifft es sich da, dass der Vollmond erwacht, wenn die Sonne hoch am Himmel steht.

Die Sonne steht auch im zehnten Haus, dem Scheitelpunkt der Krone des schamanischen Lebensbaumes. Sie überstrahlt somit den gesamten Baum. Alles fließt mit der Energie der Sonne und erblüht in ihrem Strahlen. Sie sorgt dafür, dass wir uns entfalten und unsere innere Kraft erkennen.

Das die Sonne dabei das Sternbild Zwilling durchzieht, hilft uns dabei beweglich zu bleiben. Unser Denken und Handeln ist alles andere als starr ausgerichtet. Wir sind aufgeschlossen und voller Interesse für unsere Umwelt.

Dem Gegenüber also stehen die Energien des Mondes, welche, wie bereits erwähnt, einiges an Gewicht mit sich bringen.

Der Mond wandelt also in Haus vier, dem Ort unserer Wurzeln. Er wandelt aber auch zum Teil durch das fünfte Haus, welches bereits die ersten Äste des Lebensbaumes ausmacht. Beginnen wir mit diesem Ort.

Die Energien in diesem Haus sind stark. Es mangelt nicht an Durchsetzungskraft. Wir sind entschlossen in dem was wir tun und in dem, was wir erreichen wollen. Unsere Worte sprühen Funken, sie sind voller Dynamik und Leidenschaft. Wir nehmen uns, wenn nötig, das was wir meinen besitzen zu müssen. Unsere Wege zu unseren Zielen sind einfallsreich und gerne auch verspielt.

Der Mond steht aber auch in den Wurzeln, so dass wir dazu neigen unseren Gefühlen selbst nicht zu trauen. Hier findet sich sogleich auch der Widerspruch zu der Sonnenenergie. Sind unsere Wurzeln nicht stark und tief gehend, so kann es unseren Lebensbaum ziemlich hin und her wiegen, wenn der Mond das vierte Haus durchzieht. Wir hören dann zu sehr auf das, was Andere sagen und können uns, wenn wir nicht achtgeben, schnell selbst aus den Augen verlieren.

Himmelsscheibe von Nebra

Merkur, Mars, Pluto, Saturn, der südliche und der nördliche Mondknoten

Zu diesem Vollmond stehen auf der einen Seite am nördlichen Mondknoten die Planeten Merkur und Mars. Auf der anderen Seite stehen am südlichen Mondknoten Saturn und Pluto beieinander.

Diese Mondknotenachse spielt in der Astrologie unseren Lebensweg wider. Zum Zeitpunkt der Geburt kommen den Energien der Planeten, welche auf dieser Achse wandeln, eine bedeutende Rolle zu. Aber auch zu anderen Lebenszeitpunkten ist es lohnenswert, einen Blick auf diese Achse zu werfen.

Der nördliche Mondknoten  zeigt uns unsere Ziele im Leben. Er wird auch der aufsteigende Mondknoten genannt. Ihm gegenüber liegt der absteigende, der südliche Mondknoten . Er zeigt uns, woher wir kommen. Das muss sich nicht auf dieses Leben beschränken. In ihm verbirgt sich alles, was einst gewesen.

Wie auch schon bei Sonne und Mond haben wir es auch hier mit unseren Wurzeln und unseren Zielen zu tun. Es ist wohl das entscheidende Thema des Vollmondes im Juni.

 

Saturn und Pluto im südlichen Mondknoten

Der Vollmond lädt uns dazu ein, in unsere Vergangenheit zu schauen. Dabei dominieren die Energien von Saturn und Pluto, welche sich zum Vollmond bündeln.

Wie auch der Mond, wandeln die Planeten Saturn und Pluto durch das fünfte Haus. Auch sie haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Du erinnerst dich? Das fünfte Haus ist das untere Geäst des astrologischen Lebensbaumes, die erste Ebene über dem Erdreich.

Saturn in dieser Ebene erzählt davon, wie wir in der Vergangenheit stets bemüht waren bei uns selbst zu stehen, uns treu zu sein. Wir haben uns immer wieder mit unseren eigenen Ideen auseinander gesetzt und versucht nicht die Muster anderer Menschen zu leben.

Die Kommunikation möchten wir mit Bedacht angehen. Worte können Schwerter sein, aber auch ganze Welten eröffnen. Es ist wichtig auf sie zu achten. Wahrlich kommt es nicht darauf an, wie oft wir uns zu Wort melden. Wichtig ist, welche Silben unsere Lippen verlassen und ein energetischer Teil dieser Welt werden. Saturn ermahnt uns, verantwortungsbewusst zu handeln. Dies gilt im alltäglichen Leben ebenso wie im spirituellen Bereich. Bei aller Sorgfalt jedoch, sollten wir nie vergessen, dass auch eine gehörige Portion Leichtigkeit von Nöten ist, wenn wir glücklich durch das Leben gehen wollen.

Pluto unterstützt den Saturn zu diesem Vollmond voll und ganz. Auch er möchte daran erinnern, dass wir nicht leichtgläubig in die Welt hinein leben. Mit Pluto im absteigenden Mondknoten schaust du aufmerksam auf deine Mitmenschen, welche dich begleitet und dabei auch geformt haben. Du achtest auf sie und nimmst zur Kenntnis, was sie zu sagen haben. Mehr noch, du verleihst ihrem Dasein ein Gewicht, welches dein eigenes Handeln beeinflusst. Du bist nicht allein und du bist dir dessen bewusst. Es kann zu diesem Vollmond tief in dir der Wunsch wachsen, sich wieder öfter mit Freunden und Familie zu treffen, damit ein reger Austausch stattfinden kann. Vielleicht planst du ja ein Familientreffen oder eine Feier unter Freunden? Auch das ist ein typischer energetischer Schub von Pluto in der ersten Ebene.

 

Merkur und Mars im nördlichen Mondknoten

Wohin aber soll die Reise gehen? Das verrät uns zu diesem Vollmond das Gespann im nördlichen Mondknoten. Beide Planeten stehen unter dem energetischen Einfluss des elften Hauses, welches auch von der Sonne durchzogen wird. Wir befinden uns also auch hier in der fünften Ebene.

Der Merkur in dieser Ebene steht unter anderem für unsere Freundschaften. Er zeigt uns, welche Menschen uns auf unserem Weg beigestanden haben und erinnert uns daran, wie wichtig Freunde im eigenen Leben sind. In der Zukunft können diese Menschen ihren Einfluß geltend machen um uns zu unterstützen, denn auch unsere Vorhaben stehen zu diesem Vollmond unter einem guten Stern.  Holen wir unsere alten Freunde in die Gegenwart und lassen sie ein Teil der Zukunft werden. Packst du genau jetzt eine Unternehmung an, so werden genau die Freunde für dich da sein. Das Sterne stehen gut, das Glück begleitet dich.

Der Mars in dieser Ebene legt sein Augenmerk dabei vor allem auf die männlichen Weggefährten. Dies können gute Freunde sein, der Freund, Lebensgefährte oder Ehemann, der Sohn, aber auch der eigene Vater oder Großvater. Welcher Mann wird in Zukunft eine größere Rolle in deinem Leben einnehmen? Der Mars in der fünften Ebene verhilft auch zu mehr Mut und Entschlossenheit. Himmelsscheibe von Nebra

Fazit zum Vollmond im Juni

Es ist bemerkenswert, wie sehr dieser Vollmond schon den Gedanken der Balance einer Mittsommernacht in sich trägt. Die energetische Achse reicht von den Wurzeln bis weit hinein in die Zukunft. Dieser Vollmond weiß ganz genau, dass es keine Zukunft ohne Vergangenheit geben kann. Alles ist ausgewogen. Wir brauchen den Blick in das Reich unserer Wurzeln ebenso wie den Blick über die Krone unseres Lebensbaumes hinaus.

Die Energien dieses Vollmondes sind sehr emotional und tiefgründig, aber sie sind nicht schwermütig. Es ist nicht die richtige Zeit um sich zurückzuziehen. Die Mondknotenachse zeigt, egal ob auf- oder absteigend, in die gleiche, gedankliche Richtung. Sie zeigt auf unsere Freunde und Wegbegleiter. Erinnern wir uns an diesem Vollmond an all die wunderbaren Menschen, die wir bereits getroffen haben. Wir brauchen den Austausch mit anderen Menschen und Wesen. Unser Blick ist auf unsere Wegbegleiter aus der Vergangenheit gerichtet. Es darf an dieser Stelle auch die Frage gestellt werden, welchen Menschen wir vielleicht aus den Augen verloren haben, ohne es wirklich zu wollen. Es ist Zeit ein Brücke zwischen der Vergangenheit und der Zukunft zu schlagen, so wie in wenigen Tagen der Mittsommer eine Brücke zwischen Tag und Nacht, Yin und Yang schlagen wird. Festigen wir unsere Freundschaften und Familienbande und zu guter Letzt, sind wir auch offen für neue Begegnungen.

Planst du ein Projekt, so lege unbedingt los, auch wenn dies normalerweise eher ein Unterfangen für den Neumond ist. Die Sterne lügen nicht, es ist eine perfekte Zeit und der Rückhalt deiner Freunde ist dir gewiss.

Räucher-Kräuter für den Vollmond

Zu diesem Vollmond bietet sich eine Divination an. Wage einen Blick in die Zukunft und lasse dich dabei von Kräutern unterstützen, welche deine Visionen fördern. Die erste Wahl fällt dabei auf den Beifuss. Der Beifuss legt bei einer Divination unsere Wurzeln frei und verhilft uns dadurch zu einem klaren Blick in die Zukunft. Wacholder setzt ebenfalls starke Energien frei. Für die Kraft der Sonne empfehle ich die Königskerze beizumischen. Das Ganze kann durch ein wenig Lorbeer und Habichtskraut abgerundet werden. Da unsere Helferwesen nah sind, kann der Räuchermischung gerne ein wenig Iriswurzel beigemengt werden. Hast du keine parat, so kannst du auch die Kräfte einer Mistel nutzen.

Himmelsscheibe von Nebra

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