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Heilsteine: Entladen, Reinigen und Aufladen – So gehts!

Heilsteine sind in der spirituellen Arbeit sehr wirksame und treue Begleiter. Viele wissen, wie wichtig es ist die Heilsteine zu entladen und wieder aufzuladen. Es gibt jedoch oftmals einen entscheidenden Fehler: Die Reinigung wird mit dem Entladen gleich gesetzt. Das sind allerdings zwei komplett unterschiedliche Aspekte. Lies im Folgenden warum es wichtig ist die Steine zu pflegen und energetisch zu reinigen. Lerne welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest und mache Schluss mit einigen Ammenmärchen.

Das Entladen deiner Heilsteine

Jeder, der sich intensiver mit Heilsteinen beschäftigt, weiß das die Steine immer wieder einmal entladen werden müssen. Das Entladen ist jedoch nicht, wie weit verbreitet, gleichzusetzen mit der Reinigung der Heilsteine. Dazu jedoch gleich mehr.

Um die Heilwirkung von Steinen zu nutzen, tragen wir diese meist an unserem Körper oder legen sie auf selbigem auf. Bei diesem Körperkontakt baut sich innerhalb der Steine eine statische Ladung auf, welche die Leistungskraft der Steine erheblich herabsetzen kann. Die Form der Aufladung ist abhängig von der Art des Steines. Ein Bernstein zum Beispiel lädt sich thermisch auf, bildet also Wärme. Andere Steine hingegen, wie zum Beispiel der Turmalin, lädt sich magnetisch auf. Dies Aufladung kann abstoßend oder anziehend wirken.

Das Entladen der Steine ist denkbar einfach: Halte sie einfach unter fließendes Wasser. Es genügt der Wasserhahn in der Wohnung. Ich nutze für das Entladen auch gerne eine Quelle in der Natur oder einen fließenden Bach. Wichtig ist es die Steine danach nicht in die Hosentasche zu stecken, da sie dort gleich wieder mit den Informationen gefüttert werden würden, welche du an sie überträgst. Verpacke sie stattdessen gut, denn im Anschluss kommt eines der wichtigsten Punkte: Die eigentliche Reinigung des Heilsteins.

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Die Reinigung der Heilsteine

Ja aber sie sind doch bereits entladen, warum soll ich sie denn jetzt noch reinigen? Genau an diesem Punkt sind viele Irrtümer im Umlauf. Da wurde der Steine wunderbar unter fließendem Wasser entladen und danach im wunderschönen Schein des Mondlichtes aufgeladen und trotzdem will er nicht so recht wirken. Warum ist das so? Das kann ich dir verraten:

Steine laden sich nicht nur statisch auf, wenn wir sie tragen. Steine werden auch zu Trägern von Informationen. Informationen sind beispielsweise Krankheiten, welche wir in uns tragen, aber auch unsere Emotionen. Nutzt du deinen Stein um zum Beispiel Kofpschmerzen zu lindern, so steckt der Schmerz danach in dem Stein. Trägst du deinen Stein, wenn du wütend bist, so ist diese Information in deinem Stein. Das fühlt sich nicht wirklich gut an, oder? Der wichtige Punkt an dieser Stelle ist, dass die Informationen NICHT durch das Entladen der Steine verschwinden! Sie bleiben im Stein gespeichert und laden sich einfach neu hoch. Das was mit dem Stein passiert ist, als er unter fließendem Wasser entladen wurde, gleicht einem Neustart des Computers. Das System wurde kurz heruntergefahren und ist danach aber immer noch komplett vorhanden.

Merke: Beim Entladen wird wirklich nur die statische Ladung entfernt, nicht jedoch die energetischen Informationen des Steines!

Wir müssen die Festplatte neu formatieren und das geht nur mit einer wirklichen Reinigung des Steines. Erst dann werden die gespeicherten Informationen im Stein vollständig gelöscht!

Für dieses Verfahren gibt es zwei recht einfache Methoden:

Die Amethyst-Druse

Besser geht es nicht! Eine Reinigung deines Steines in einer Amethystdruse ist das Beste was du tun kannst. Leider gibt es dabei ein klitzekleines Problem. Diese Drusen in einer vernünftigen Größe sind verdammt teuer. An dieser Stelle empfehle ich dir unbedingt einmal eine Mineralienmesse zu besuchen. Ich gehe fast jedes Jahr im Herbst auf einer der größten Steinmessen in München. Vor allem am letzten Messetag sind die Preise wesentlich geringer als im Fachhandel. Ein Besuch lohnt sich absolut. Sicher gibt es auch in deiner Nähe mal eine derartige Messe. Solltest du Heilsteine oder Drusen kaufen wollen, so solltest du genau dort hingehen.

Die Reinigung der Steine in einer Amethystdruse geschieht recht sanft und ist für wirklich jeden Stein geeignet. Ein kleiner Sonderfall bildet der Bernstein. Zwar reinigt er auch diesen, aber dies nicht sonderlich gründlich, da Bernstein als Harz organischen Ursprungs ist. Hier empfehle ich auf jeden Fall die zweite Reinigungsmethode anzuwenden, welche ich gleich vorstellen werde.

Warum reinigt nun der Amethyst so wunderbar unsere Steine?

Im Amethyst ist der Eisenanteil ganz fein verteilt. Zudem verfügt ein Amethyst über eine sehr hohe Konzentration an Energie. Sie ist sinnbildlich gesehen so mächtig und kraftvoll wie die eines Vulkanes. Der Amethyst durchstrahlt die Steine, welche in seine Höhle, die Druse, gelegt werden regelrecht als wären sie auf dem Röntgentisch. Dieses energetische Durchleuchten reinigt den Stein nach und nach von sämtlichen Informationen. Hast du den Stein nur kurz aufgelegt, so ist auch die Reinigungszeit relativ kurz und Informationen sind bereits nach einer Stunde gelöscht. Hast du intensiv mit einem Stein gearbeitet, so solltest du ihn mindestens 24 Stunden in der Druse belassen. Keine Sorge, falls du einmal vergisst den Stein heraus zu nehmen, ein zu langes Verweilen gibt es nicht.

Die Druse selbst kannst du auch entladen, reinigen und aufladen. Spüle sie mit fließendem Wasser. Ich lasse im Anschluss noch einmal entkalktes Wasser darüber laufen, damit sich in den Spalten keine Kalkreste bilden können. Dann lasse ich die Druse einige Tage in Ruhe. Sie hat quasi Urlaub und muss in dieser Zeit keine Steine reinigen. So neutralisiert sie sich selbst.

Achtung! Stelle Amethysten niemals in direktes Sonnenlicht.. Sie vertragen keine UV Strahlen und verblassen.

Das indirekte Salzbad

Es gibt noch eine andere Methode der Reinigung, welche wesentlich kostengünstiger ist. Die Reinigung in einem indirekten Salzbad. Allerdings ist hier ein wenig Vorsicht geboten! Viele Steine vertragen den direkten Kontakt mit den Salzkristallen nicht. Vor allem solltest du sie wirklich niemals in Salzwasser legen, das würde ich jede noch so kleine Spalte des Steines eindringen. Sie verblassen, zerfallen oder ändern ihre Farbe.

Es gibt aber Abhilfe.

Nimm zwei Glasschalen, wobei die eine ein Stück kleiner sein muss, als die andere Schale. Fülle den Boden der größeren Schale komplett mit Salz und stelle anschließend die kleinere Schale hinein. Nun kannst du die Ränder noch mit Salz auffüllen. Das Auffüllen muss nicht bis zum oberen Rand erfolgen. Der Stein, welcher in die kleine Schale gelegt wird, sollte sich jedoch unter dem Salzrand befinden oder zumindest mit diesem abschließen.

Der Stein wird also wie eben erwähnt in die kleine Schale gelegt. Bei Heilsteinen, die im Wasserbad keinerlei Schaden nehmen wie zum Beispiel der Bergkristall, der Rosenquarz oder auch der Jaspis, kann die kleine Schale mit Wasser aufgefüllt werden. Dafür würde ich ein gutes Quellwasser verwenden, da dieses recht mineralienarm ist. Das Reinigen mit Hilfe von Wasser erfolgt schneller als an der Luft. Das Wasser danach bitte entsorgen. Das Salz kann mehrfach verwendet werden.

Bei der Reinigung in der Amethystdruse gab es kein „zu langes Verweilen“ in der Druse, das ist beim Salzbad anders. Die Reinigung im Salzbad geht schnell. Bei einer sehr kurzen Nutzung des Steines ist er bereits nach zehn Minuten wieder gereinigt. Hast du ihn sehr intensiv genutzt, dann lege ihn mindestens vier, aber nicht mehr als sechs Stunden in das Salzbad. Du solltest den Stein nicht vergessen, es könnte helfen sich einen Wecker zu stellen. Vergisst du den Stein, so wird das Salz nach und nach die ganze Energie aus dem Stein herausziehen und die Wirksamkeit wird deutlich nachlassen.

Ich nehme auch oftmals einfach ein Baumwoll – oder Leinentuch, welches ich direkt auf das Salz lege und platziere auf diesem meinen Stein. Das sollte aber nur mit wirklich robusten Steinen geschehen. Für einen Opal wäre dies schon eine Katastrophe, weil das Salz es noch immer schaffen würde dem Stein sein Wasser zu entziehen.

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Das Aufladen der Heilsteine

Im Grunde könntest du nach der Reinigung deinen Stein bereits wieder benutzen. Du kannst aber seine Kräfte verstärken, indem du ihn im Anschluss noch gründlich auflädst. Das ist eigentlich der komplizierteste Part, wenn es um die richtige „energetische Kur“ deiner Heilsteine geht. Hier ist jede Menge Intuition und auch einiges an Wissen gefragt.

Nutze die Energie der Sonne

Heilsteine sollten doch im Lichte des Vollmondes geladen werden? Nun das ist nicht falsch, aber viel zu kurz gedacht. Bei der Aufladung im Licht des Mondes gilt es einiges zu beachten, aber dazu gleich mehr.

Du kannst deine Steine wunderbar im Licht der aufgehenden und im Licht der untergehenden Sonne aufladen. Jedoch nur dann! Setze deine Steine nicht der Mittagssonne aus, denn das würde den gegenteiligen Effekt bewirken und deine Steine kraftlos werden lassen. An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass die Fensterbank kein idealer Aufbewahrungsort für deine Heilsteine ist!

Ich lade Steine sehr gerne im Licht der Sonne auf, wenn sie für männlich definierte Eigenschaften stehen und ich Heilsteine laden möchte, die diese Eigenschaften in sich tragen, also mit den Kräften des Yang arbeiten. Manche Bergkristalle besitzen beispielsweise rein männliche Kristalle. Sie würde ich immer im Licht der Sonne und nicht im Licht des Mondes aufladen. Meine Moqui Marbles lade ich im Licht der Abendsonne auf und lasse sie anschließend im Licht des Vollmondes liegen, da sie als Paar sowohl männlich als auch weiblich sind. Ich möchte sie nur ungern voneinander trennen.

Prinzipiell kannst du aber alle Steine im Sonnenlicht des Morgens und des Abends laden.

Nutze die Energie des Mondlichtes

An dieser Stelle wird es ein wenig kniffliger. Das Problem am Licht des Mondes sind die darin enthaltenen Informationen, welche durch den Mond geladen werden. Jede Phase des Mondes birgt andere energetische Energien in sich. Ein Vollmond trägt nicht die gleichen Informationen in sich wie ein Neumond, ein abnehmender nicht die gleichen wie ein zunehmender Mond. Des Weiteren stehen die Sterne und Planeten immer anders am Nachthimmel und ändern somit ihrerseits wieder die Energie des Mondlichtes.

Puh das klingt schon recht kompliziert oder?

Ich versuche das Ganze mal auf einen kleinen gemeinsamen Nenner herunter zu brechen. Die reine Mondenergie ist eine weibliche Kraft, die das Yin verkörpert. So macht es grob gesagt Sinn im Licht des Mondes Steine zu laden, welche energetisch dem Yin entsprechen, wie zum Beispiel weibliche Bergkristalle. In der Praxis wird der Mond durch umlaufende Sterne und Planeten beeinflusst. Nehmen wir zum Beispiel den Mars. Ist dieser zur Mondzeit dominant, so spielen da auch stark männliche Kräfte mit hinein. Bei der Venus hingegen würden die weiblichen Kräfte wieder verstärkt werden. In meinen Voll- und Neumondartikeln kannst du gut herauslesen, welche Kräfte gerade wirken. In den übrigen Phasen des Mondes wird es schon schwieriger, wenn du über keine astrologischen Kenntnisse verfügst.

Merke: Der Mond strahlt nicht immer die gleiche Energie aus, er ist abhängig von den Kräften, welche im Universum gerade vorherrschend sind.

Kommen wir nun zum Licht des Vollmondes und des Neumondes. Der Zeitraum des Voll- und des Neumondes beträgt quasi nur einen Wimpernschlag. Die Energien sind ansonsten immer abnehmend oder zunehmend. Es macht also durchaus Sinn, dass wir uns auf die Kräfte des zunehmenden und des abnehmenden Mondes konzentrieren.

Der zunehmende Mond birgt sehr kraftvolle Energien in sich, welche immer stärker werden, je näher wir dem Vollmond kommen. Möchtest du mit Heilsteinen arbeiten, die dir Kraft schenken, dein Selbstvertrauen stärken sollen oder dich in anderer Art und Weise energetisch pushen sollen, so ist dies die richtige Zeit um sie im Licht des Mondes zu laden.

Der abnehmende Mond ist sanft in seinen Energien, welche immer stärker werden je mehr wir uns dem Neumond nähern. Möchtest du harmonische Energien erzeugen, Dinge loslassen oder empfangen, so lade die dazu passenden Steine im Licht des abnehmenden Mondes auf.

Merke: Der zunehmende Mond eignet sich für Steine die sehr kraftvoll sind und dich energetisch pushen sollen. Der abnehmende Mond eignet sich für Steinen mit sanften Energien.

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Intuition und Alternativen

Alles was ich bisher in diesem Artikel beschrieben habe, sind die wirksamsten Methoden um Steine zu entladen, zu reinigen und wieder neu aufzuladen. Es müssen die wirksamsten Wege aber nicht auch immer die besten Wege sein.

Hier kommt deine Intuition ins Spiel. Sie wird dir sagen wann deine Steine generalüberholt werden müssen und je nachdem wie stark deine Intuition ausgeprägt ist, wirst du auch wissen was genau zu tun ist.

Bei Steinen, welche nicht unbedingt mit Wasser in Berührung kommen sollen, eignet sich übrigens auch ein Entladen in einem Hämatit Trommelbad. Das dauert länger und ist auch ein wenig aufwendiger. In einem Pyrit zum Beispiel ist der Eisenanteil recht hoch, er sollte nicht unter Wasser entladen werden. Der Heilstein Tigerauge enhält Asbest, was bei Berührung mit Wasser freigesetzt wird. Weiterhin solltest du den direkten Kontakt mit Wasser bei folgenden Heilsteinen vermeiden: Moquie Marbles (überhaupt Boji Steine), Türkis, Azurit, Malachit, Magnetit.

Die Hämatit Trommelsteine sollten selbst entladen und gereinigt werden, das Aufladen hingegen ist nicht nötig, es sei denn du möchtest direkt mit seinen energetischen Kräften arbeiten, aber da eignet sich ein größerer Hämatit auch besser.

Es ist auch von einer Reinigung mit Rauch und Klangschalen zu lesen. Ich finde sie für den Schritt der Reinigung nicht so sonderlich geeignet, da sie Eigeninformationen an den Stein weiterleiten. Eine andere Geschichte ist es wieder, wenn es darum geht, den Stein energetisch aufzuladen. Da kann die richtige Nutzung von Klang und auch von Räucherungen sehr unterstützend wirken. Zu diesem Zwecke einfach auf Klänge und Räucherwaren zurückgreifen, die förderlich für die Energie des Steines sind. Diesen „Arbeitsschritt“ würde ich am Ende, also nach dem Aufladen im Sonnen- oder Mondlicht durchführen.

Für optimale Ergebnisse hast du nun viel Wissen als Werkzeug in die Hand gelegt bekommen, nutze zusätzlich die Gabe der Intuition. Ich kenne eine Frau die ihre Heilsteine am liebsten in Schafwolle wickelt, weil es für sie stimmig ist. Andere wiederum vergraben sie für eine gewisse Zeit im Erdreich. Ja die Steine können dabei auch äusserlichen Schaden nehmen, aber auch das sollte dann so sein. Alles hat seine Berechtigung was deinem Herzen entspringt und alles hat seinen Sinn, erst recht nicht, wenn du in dir das Verlangen nach bestimmten Handlungen spürst, mögen sie von aussen betrachtet auch noch so irrational erscheinen.

Ich wünsche dir viel Freude mit deinen Heilsteine.

2017-11-20T12:31:46+00:00

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