Seit jeher wurde der Vollmond für die magische Arbeit genutzt. Vollmondrituale waren allein schon deswegen so beliebt, weil einst kein elektrisches Licht zur Verfügung stand und bei Vollmond die Nacht zu erkennen gibt, was sonst im Verborgenen liegt. Und wer kann schon die starken Energien einer solchen Nacht abstreiten. Selbst die hartgesottensten Leugner kosmischer Energien können in einer Vollmondnacht schlecht schlafen. Auch die meist mit dem Vollmond einhergehenden Spannungen machen sich unbestritten bemerkbar. Immer wieder mache ich unsere Kunden in der Arbeit auf diese Energie aufmerksam und inzwischen fragen mich viele von ihnen, ob denn wieder Vollmond sei, die Menschen verhalten sich so seltsam.

Schärfen wir unser Bewusstsein, so sind die Energien einer Vollmondnacht allgegenwärtig spürbar.

In diesem Beitrag stelle ich dir drei Rituale vor, die du in einer Vollmondnacht im Zeichen des Widders durchführen kannst.

Zahl Eins

Licht – Erdung

Das erste der drei Vollmondrituale soll dir helfen, dich zu erden. Bist du gut geerdet, so kann dich so leicht nichts aus der Bahn werfen. Es gibt viele Wege, sich mit der Erde zu verbinden. Wir nutzen an dieser Stelle das wundervolle Licht des Vollmondes.

Es ist am wirkungsvollsten, wenn du hinaus in die Nacht gehst. Stelle dich aufrecht hin und atme ruhig ein und aus. Spüre wie der Atem deinen Körper durchströmt. Wende dein Gesicht dem Licht des Mondes zu. Strecke deine Arme dem Mond entgegen. Lasse sein Licht durch deine Fingerspitzen in deinen Körper eindringen. Spüre, wie es durch deine Finger in deine Hände fließt.

Lasse dieses Licht deinen ganzen Körper durchströmen. Du bist der Kelch, der den Schein des Mondes empfängt.

Fühlst du dich vom Licht gesättigt, so gehe in die Hocke, setze oder lege dich auf den Boden.

In der Hocke und im Sitzen kannst du die Handflächen neben dir auf dem Boden aufstützen. Im Liegen drehe deine Handflächen nach unten. Egal ob du hockst, sitzt oder liegst – Lasse das Licht nun tief in das Reich von Mutter Erde fließen. Im Liegen kannst du das Licht aus deinem kompletten Körper in das Erdreich senden.

Verbinde dein inneres Licht mit der Erde unter deinem Körper. Spüre die Verbindung und folge in Gedanken den Wegen des Lichtes.

Zahl Zwei

Loslass – Ritual

Der Widder Vollmond eignet sich wunderbar für den langsamen Beginn neuer Wege. Um Neues wachsen zu lassen, muss oftmals Altes gehen. Schließen wir alte Türen, so werden sich andere öffnen.

Nimm dir ein Blatt Papier und einen Stift. Ich bevorzuge den guten, klassischen Füller oder schreibe auch gerne einmal mit Feder. Auf dem Blatt notierst du alle Dinge, die nun wirklich gehen dürfen.

Alles, was mich bremst, muss gehen.

Jegliche Selbstlüge verlässt mein Leben.

Ich lasse alle Zweifel an mir selbst los.

Jede Strenge mir selbst gegenüber hat nun ein Ende.

Alle negativen Einflüsse gehören nicht in mein Leben.

Blockierende Energien enden.

Ich bin frei von Angst.

Dies sind sieben mögliche Beispiele. Du kannst in deinen eigenen Worten auch konkreter werden. Beachte aber, dass die Formulierungen immer so gewählt werden, dass sie sehr leicht zu verstehen sind. Sie müssen auch unbedingt als bereits fertige Tatsache aufgeschrieben werden.

Zünde den Zettel an. Visualisiere den Vorgang des Loslassens. Es begann mit dem Aufschreiben deiner Worte. So wie die Worte deinen Geist verlassen haben, so hast auch du begonnen loszulassen. Halte dir das klar und deutlich vor Augen. Im zweiten Schritt löst sich der Zettel in Rauch auf, du bist aktiv dabei loszulassen. Schaue wie alles Unerwünschte in Rauch aufgeht und dich verlässt.

Räuchere anschließend mit Salbei, Fichtenharz oder auch Lorbeer. Die Energien in der Luft werden dadurch gereinigt und können nicht mehr zu dir zurückkehren. Im Anschluss kannst du Wacholder, Alantwurzel, Rosenblüten oder auch Beifuss räuchern, um sowohl Schutz als auch einen Mantel der Wärme aufzubauen. Wie das Mondlicht wird er sich schützend um dich legen.

Zahl Drei

Innere Stärke entwickeln

Die Farbe des Widders ist rot. Wir können diese Farbe in einem Vollmondritual nutzen. Gerne kannst du dabei auch rote Kleidung tragen. Entzünde ein Feuer. Ist es dir möglich, so tue dies unter freiem Himmel. Achte aber bitte immer darauf, dass nichts passieren kann. Zur Not tut es auch eine Kerze. In diesem Fall wähle direkt eine komplett rot durchgefärbte. Du kannst auch einen roten Schutzkreis um dich ziehen, wenn du dich unsicher fühlst.

Rot steht für das eigene Überleben, den Kampf. Die Farbe fördert deinen Mut! Hältst du dich im Leben oft zurück und überlässt Anderen die Führung, so wird es Zeit, zur eigenen inneren Stärke zurückzufinden. Bitte eine Mondgöttin deiner Wahl um Hilfe. Lade sie ein, in deinem Herzen Platz zu nehmen und die Glut des Mondlichtes in dir aufflammen zu lassen.

Lasse die Kraft der Flamme(n) auf dich wirken. Sie nimmt sich, was sie möchte. Das Feuer kennt keine Zurückhaltung, kennt keine Scheu. Es brennt! Lasse die Kraft des Feuer in deinen Geist eindringen, in deinem Herzen aufflammen. Sei wie das Feuer. Nimm dir vom Leben, was dir zusteht. Sei eine Frau des alten Pfades, sei ein Mann des alten Pfades. Lodere stolz und unverwüstlich.