Wenn ich über den Türkis schreibe, muss ich sehr aufpassen, dass ich mich nicht allzu sehr in Schwärmereien verliere, aber ein wenig seien sie mir gestattet: Bei diesem wundervollen Stein steht für mich persönlich nicht die Heilkraft, sondern vielmehr die atemberaubend schöne Farbe im Vordergrund. Dieses tief in meine Seele eindringende Türkis nährt meine sinnliche Seite und berührt ein jedes Mal mein Herz. Von daher ist dieser Stein vielleicht auch letztendlich heilender für mich, als viele anderen Steine.

Türkis zieht mich von jeher magisch an, sei es als Farbe an einer Wand, als Stein, als Wasser oder in sonstiger Form. Es ist meine Farbe, sie zieht mich immer in den Bann und ich verliere mich ein jedes Mal für einige Augenblicke in ihrem Anblick.

 

Aus dem Nahen Orient nach Europa

Der blaugrüne Türkis ist der sogenannte „Türkenstein“, der in der Zeit der Kreuzzüge seinen Weg aus dem Orient nach Europa fand. Seinen Namen erhielt er aus dem Französischen „pierre turquoise“, welches „türkischer Stein“ bedeutet.

Für den Türkis gibt es eine weitere, inzwischen aber veraltete Bezeichnung: Kallait. Dies stammt aus der Antike von griechisch „kalainos“ und bedeutet: Grün und blau schimmernd.

Weitere Synonyme¹:

  • Agaphit
  • Arizonoit
  • Callaina
  • Chalchuit
  • Henwoodit
  • Johnit
  • Sinai-Stein

Türkis Stein Armband

Besonders zauberhaft schöne Türkis-Heilsteine wurden in Arizona gefunden, in dessen Gegend er bis in die heutige Zeit hinein als wertvoller Heilstein von den dort auf 22 Stämmen / Nationen verteilten Native Americans, wie zum Beispiel den bekannten Navajo, verehrt wird.

 

Der Türkis und seine Bedeutung

Ein Türkis, so sagten die alten Ägypter und Griechen, verändert bei drohender Gefahr seine Farbe. Es heißt auch, dass der Stein sich in seiner Farbe dem Gesundheitszustand des jeweiligen Trägers anpasst und so wiederum warnt, wenn Unheil droht.

Seit jeher wurde er als starker Schutzstein angesehen. Den Toten wurde oftmals ein Türkis mit in das Grab gelegt. Funde in Gräbern des alten Ägyptens aus Zeiten etwa 5500 vor Christus sind bekannt. Der berühmteste Fund stammt jedoch aus dem Grab Tutanchamuns (altägyptischer König, 1332 bis 1323 v. Chr. ). Seine Totenmaske war reich mit Türkisen verziert.

Mit den Händlern der Seidenstraße kam das Mineral erstmals nach Europa. Jedoch erst seit dem 14. Jahrhundert wird der Türkis als weltlicher Schmuck angeboten und getragen. Zuvor war der Stein der Kirche als sakraler Schmuck vorbehalten.

Im Kunsthandwerk erfreut sich der Türkis indes noch heute großer Beliebtheit.

Schmuck TürkisEin Türkis ist ein Kraft verleihender Stein. Er unterstütz bei einer Depression. Er stärkt das Selbstbewusstsein und sollte zudem getragen werden, wenn im Leben Erfolge erzielt werden sollen.

Hast du Schwierigkeiten dich auszudrücken oder fehlt es dir am nötigen Mut etwas zu sagen, dann ist der Türkis der richtige Begleiter in deinem Alltag, denn er unterstützt unsere Fähigkeiten zur Kommunikation.

Die Heilwirkungen des Türkis sind umfangreich. Das macht ihn zu einem besonders wertvollen und geachteten Stein.

Suchst du deinen Lebensweg, haderst du mit deinem Schicksal? So trage einen Türkis bei dir. Er lehrt uns, dass unser Schicksal, selbst wenn es vorherbestimmt sein sollte, so doch in unseren eigenen Händen liegt. Er wird dir auch helfen mit vergangenen Erfahrungen besser umzugehen, da er uns schützen möchte.

Der Türkis schenkt uns Kraft für unser Leben, er versucht unser Gemüt in Balance zu halten. All seine Energien sind darauf ausgerichtet, dass es uns besser geht und wir unser alltägliches Leben mit mehr Leichtigkeit meistern.

Seine wundervolle Farbe dringt tief in unser Inneres, wenn du sie eingehend betrachtest. Es wird dich mit einer inneren Ruhe und Frieden erfüllen.

 

Vorkommen

USA, Mexiko, Israel, Iran, Afghanistan, China

 

Mineralklasse

Türkis gehört zu der Mineralklasse der Phosphate und ist ein wasserhaltiges Kupfer-Aluminium-Phosphat. Seine Adern bestehen aus braunem Limonit oder schwarzem Manganoxid. Es finden sich goldfarbene Einsprengsel aus Pyrit.

 

Erscheinungsbild

Türkise sind dreifach geneigt (triklin). Die Kristalle sind zumeist nur mit dem Mikroskop sichtbar, in seltenen Fällen können sie mit dem bloßen Auge erkannt werden. Der Türkis bildet Nuggets, traubige, gelartige Gesteinsüberzüge oder feinkörnig dichte Massen als Gang- und Spaltenfüllungen. Der Türkis ist meist blass blaugrün, grünlich oder apfelgrün. Türkis sind nur in sehr guter Qualität wirklich türkisfarben. Türkise haben einen Wachsglanz oder sind matt.

Türkise werden recht häufig gefälscht, was leider allerdings nur durch eine Untersuchung erkennbar werden.

 

Aufladen, Entladen und Reinigen

Die Entladung erfolgt einmal monatlich in einem Hämatit-Trommelstein-Bad.  Über Nacht wird der Türkis mithilfe des Bergkristalls wieder aufgeladen. Achtung: Nicht in die Sonne legen, da er dort ausbleicht.

 

Sternzeichen

zugeordneter Stein:

  • Wassermann

Ausgleichsstein:

  • Fische

 

Chakren-Zuordnung

  • hauptsächlich Halschakra (Vishudda Chakra), auch Herzchakra (Anahata Chakra)

 

 

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Quelle:

¹) Lexikon der Heilstein, Von Achat bis Zoinit,

©Michael Gienger, 1996; Neue Erde GmbH 2000

9. unveränderte Auflage 2011

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