• Alte Götter - Wochentage - Vergänglichkeit

Alte Götter & Planeten – Woher kommen unsere Wochentage?

Ornament Trennlinie

Einst waren die Wochentage nach den Planeten benannt. Schauen wir uns ihre lateinischen Namen an, so gibt es daran keinen Zweifel:

divider xx rot

Sonntag: dies solis – Tag der Sonne

Montag: dies lunae – Tag des Mondes

Dienstag: dies martis – Tag des Marses

Mittwoch: dies mercurii – Tag des Merkurs

Donnerstag: dies iovis – Tag des Jupiters

Freitag: dies veneris – Tag der Venus

Samstag: dies saturni – Tag des Saturns

divider xx rot

 

Zurück geht das Ganze übrigens auf die Babylonier, welche ein umfassendes astrologisches Wissen hatten und ihrer Zeit damals weit voraus waren. Sie waren fest davon überzeugt, dass jeder einzelne Tag der Woche von einem Planeten beherrscht wird.

Das Teleskop war noch nicht erfunden, die Menschen konnten die Himmelskörper nur mit ihrem bloßen Auge erkennen. So blieben einige der heute bekannten Planeten noch verborgen und nur die eben erwähnten sieben Himmelskörper waren zu sehen.

Sonne und Mond waren damals ebenfalls schlichtweg einfach Planeten, so dass sich die oben genannten Planeten für die Wochenaufteilung ergaben.

Es sind übrigens die gleichen Himmelskörper, welche auch den Jahresregenten bestimmen, wenngleich die Reihenfolge hierbei ein andere ist.

In diesem Jahr wird die Venus am 21. März die neue Regentschaft antreten und somit die Sonne ablösen.

 

Sonne küsst Mond

 

Divider weiß
Nun war es hierzulande schon immer ein wenig bewölkter als im Süden Europas und die alten Germanen hatten mit den Planeten weniger am Hut. Sie verehrten vielmehr ihre zahlreichen Götter.

Im heidnischen Raum hatten die alten Götter also einen wesentlichen Einfluß auf die Namensgebung der noch heute gebräuchlichen Wochentage.

 

Alte Götter und die Wochentage

Der Sonntag (altdeutsch: sunnuntag) war dem Sonnengott gewidmet. Der Sonntag ist der erste Tag der Woche.

Der alte heidnische Name des Montages war Mondtag (althochdeutsch: manatag) und ist der Göttin des Mondes gewidmet.

Der Dienstag war der Tiustag (althochdeutsch: ziostag), abgeleitet vom alemannischen Ziestag. Vermutlich kommt der Name Dienstag von Thingstag, denn Tiu war der Schutzgott des Things (Volks- und Gerichtsversammlung) und sein Tag war der Tag des Gerichtes. Möglich ist auch eine Ableitung von dem alten Himmelsgott Tiwas, nordisch Tyr, wenn wir uns den englischen Begriff Tuesday vor Augen führen.

Im Englischen Wednesday genannt, steht der Mittwoch (heidnisch: Wodanstag) für den Tag des Wodan. Wodan ist ein germanischer Gott und mit dem Gott des Nordens Odin gleichzusetzen. Er ist ein Gott des Windes, des Geistes und der Geister.

Der Donnerstag war einst der Donarstag (althochdeutsch: donarestag). Er verdankt seinen Namen dem Wetter- und Bauerngott Donar (Donnergott). Im nordischen Raum kennen wir Donar als Thor, ein Sohn Odins.

 

Odin und die Schlange Midgards

 

Der Freitag war einst der Frijatag (althochdeutsch: friatag). Dieser Tag ist Wodans Gemahlin Frija (Frigg) gewidmet. Die römische Göttin Venus hat eigentlich mehr Ähnlichkeit mit Freyja (Wanengöttin der Liebe), aber andererseits war Venus auch vom Volk als die Stammesmutter (Venus Genetrix) verehrt und so verwundert es nicht, dass sie im germanischen Raum eher Frija zugeordnet wurde.

Der Samstag war der Laugtag (mittelhochdeutsch: saterdach). Bei den Römern traditionell der Badetag, geht er auch bei den Germanen auf diese ursprüngliche Bedeutung ein. Vorbild war dafür das isländische Laugardagur und das dänische Lördag. Ein Wort für das Bad, verwandt mit dem deutschen Begriff Lauge. In einigen heute bestehenden Heidengruppen heißt es, dass der Samstag ursprünglich auf Loki zurückgeht, dies aber christlich verfälscht wurde.

Ornament Trennlinie

Artikel drucken Artikel drucken

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe.

Triff eine Auswahl um fortzufahren

Danke, Deine Auswahl wurde gespeichert.

Hilfe

Hilfe

Um fortfahren zu können, musst Du eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhältst Du eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.
  • Nur First-Party-Cookies zulassen:
    Nur Cookies von dieser Webseite.
  • Keine Tracking Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies.

Du kannst Deine Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz.

Zurück