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Wie erreiche ich mein Ziel? – Einige Anregungen und eine Übung

Wir möchten unseren Weg finden, erreichen was wir uns vorgenommen haben. Doch wie erreiche ich mein Ziel ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben?

 

Träume und Ziele

Jeder Mensch hat Träume und Ziele, die er in seinem Leben realisieren möchte.

Nur wenige von uns schaffen es jedoch ihre Ziele wirklich zu erreichen. Liegt es daran, dass ihre Ziele zu hoch gesteckt sind oder liegt es vielleicht am Ziel selbst?

„Nimm Dein Leben endlich selbst in die Hand.“ ist ein Satz, den wir oft hören und lesen. Ist es wirklich so einfach?

Eine kleine Geschichte aus dem Zen-Buddhismus:

Ein junger Mann suchte einen Zen-Meister auf.

„Meister, wie lange wird es dauern, bis ich Befreiung erlangt habe ?“

„Vielleicht zehn Jahre“, entgegnete der Meister.

„Und wenn ich mich besonders anstrenge, wie lange dauert es dann ?“, fragte der Schüler.

„In dem Fall kann es zwanzig Jahre dauern‘, erwiderte der Meister.

„Ich nehme aber wirklich jede Härte auf mich. Ich will so schnell wie möglich ans Ziel gelangen“, beteuerte der junge Mann.

„Dann“, erwiderte der Meister, „kann es bis zu vierzig Jahre dauern.“

Verfolgen wir also mit aller Macht und Gewalt unsere Ziele, so entfernt sich das Ziel von uns? Schauen wir einmal, ob wir hinter die Moral der Geschichte kommen.

 

Hast du Ziele in deinem Leben?

Hast du dir Gedanken gemacht, was du in deinem Leben erreichen möchtest?

Viele Menschen setzen sich Ziele in ihrem Leben, die sich unbedingt erfüllen sollen. Das sind nicht immer nur die eigenen Ziele, denn hinter so manchem Ziel verbirgt sich das Ziel unserer Eltern, unserer Partner oder Freunde. Von diesen Zielen spreche ich nicht, sie sind keine wahren Ziele. Sie sind nur eine Flucht nach vorne um mehr Anerkennung im Leben zu erlangen und sie haben nur bedingt mit dir selbst zu tun.

Hinterfrage deine eigenen Ziele! Sind es wirklich deine Ziele? Hättest du unabhängig von allen Menschen in deinem Umfeld die selben Ziele oder drängen sich die Gedanken von Anderen in deinen Kopf?

Zahl EinsFinde DEINE  Ziele heraus. Erkenne deine eigenen, persönlichen Ziele. Für die Erreichung deiner Ziele ist es unerlässlich, dass sie aus dir selbst entstanden sind. Nur dein ureigener Antrieb birgt so viel Kraft und Entschlossenheit in sich, dass du deine Ziele wirklich erreichen kannst.

 

Erkenne den wahren Sinn hinter deinen Zielen

Hast du deine Ziele gefunden, so halte sie dir klar vor Augen. Ist das Ziel nun wirklich dein Ziel?

Ich möchte, dass du dich nur mit der Festlegung deiner Ziele nicht zufrieden gibst, denn sie sind viel mehr als du vielleicht auf dem ersten Blick erkennst.

Bitte schaue an dieser Stelle einmal auf das Innere deine Ziele. Was verbirgt sich hinter deinen Zielen? Welche Gefühle stecken in ihnen und was ist es, was du eigentlich erreichen möchtest?

Nehmen wir einmal an, dein Ziel ist es, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Was steckt dahinter? Ist das Unternehmen dein Ziel oder ist das Unternehmen ein Mittel zum Zweck? Vielleicht möchtest du das Unternehmen gründen, um der ganzen Welt zu beweisen, dass du es geschafft hast. Ist dein eigentliches Ziel dann nicht die Anerkennung? Vielleicht möchtest du auch einfach nur dein eigener Chef sein und dir von niemanden reinreden lassen. Ist dieses Ziel dann nicht der Wunsch nach Unabhängigkeit?

Ein anderes Beispiel: Du wünschst dir eine liebevolle Familie, ein Haus und zwei Kinder. Ein schönes Ziel, aber auch hinter diesem Ziel steckt etwas anderes. Ist das eigentliche Ziel nicht Liebe zu schenken und geliebt zu werden? Ist das Ziel nicht Geborgenheit?

Zahl ZweiIch bitte dich deine Ziele genau zu hinterfragen. Prüfe was hinter deinen Ziele steckt. Prüfe welche Sehnsüchte und Wünsche dahinter verborgen sind und erkenne so deine wahren und eigentlichen Ziele.

Mit dieser Methode siehst du auch, ob es wirklich deine Ziele sind oder ob du letztendlich doch fremde Ziele verfolgst, weil sie von dir erwartet werden und du dich nach Anerkennung sehnst.

 

Bringt dich dein Ziel wirklich ans Ziel?

Drehen wir die letzte Übung einmal um. Du hast dir deine Gefühle überlegt und die Wünsche erkannt, die hinter deinem Ziel stehen, die also im Grunde deine eigentlichen Ziele sind.

Zahl DreiNimm jetzt diesen Wunsch, dieses Gefühl und betrachte es eingehend. Du wünschst dir vielleicht Geborgenheit? Blicke noch einmal auf dein ursprüngliches Ziel und frage dich ob du mit diesem Ziel den richtigen Weg einschlägst, um Geborgenheit zu erreichen.

Hinter dem anderen Beispiel steckte der Wunsch nach Unabhängigkeit. Ist es wirklich der richtige Weg ein eigenes Unternehmen zu gründen um dieses Bedürfnis zu stillen?

Der Weg ist das Ziel

-Konfuzius-

Der Weg ist das Ziel, aber nicht nur das. Um deine wahren Wünsche und Ziele zu verfolgen, gibt es mehr als nur diesen einen Weg.

 

Achte auf deine Schritte

Du musst keine Familie gründen, wenn du Geborgenheit suchst. Vielleicht bist du für diesen Schritt noch gar nicht bereit. Mag sein, dass dir einfach Freunde fehlen, die mit dir Pferde stehlen würden. Handle niemals vorschnell, denn jeder unüberlegte Schritt kann ein Leben dramatisch verändern. Der Wunsch nach Geborgenheit ist stark, aber vielleicht die der Mensch, den du ehelichen möchtest, nicht dein Weg zu diesem Ziel. Ist es nur der Wunsch nach Geborgenheit, der dich treibt, dann besteht die Gefahr, dass du genau das Gegenteil finden wirst.

Eine Firma gründen: Schön und gut! Ich kann dir verraten, dass das allein nicht genügt um Unabhängigkeit zu erreichen. Vielleicht ist es dein Weg, dann kämpfe dafür. Bedenke aber auch, dass du dich auch in neue Abhängigkeiten begibst. Du wirst wenig Freizeit haben, oftmals finanziellen Druck verspüren und andere Opfer bringen. Ist dein Ziel aber wirklich das eigene Unternehmen und nicht unbedingt die vermutete Freiheit dahinter, dann nur zu. Packe es an, wenn du wirklich für dieses Ziel brennst.

Der Weg ist das Ziel und der Weg ist viel mehr als nur ein gerader Pfad. Alles was du tust, ist Teil deines Zieles. Es bringt dich entweder deinem Ziel entgegen oder es entfernt dich in eine Richtung, die du gar nicht gewollt hast. Achte auf deine Schritte.

 

Die Rolle der Achtsamkeit

Es heißt, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir wählen ständig die Wege, die uns vertraut sind.  Muster wiederholen sich immer und immer wieder.  Wir handeln aus der Gewohnheit heraus, oftmals auch, wenn es nicht richtig ist.

In der Achtsamkeit legen wir all unsere Beobachtungsgabe in den jeweiligen Augenblick. Wir handeln nicht einfach nur, sondern wir schauen genau hin, was wir da eigentlich tun.

Wir sollten uns die Achtsamkeit zur Gewohnheit machen, um nicht so leicht in alte Gewohnheiten zu verfallen.

Ständig treffen Impulse auf unseren Geist und viel zu oft geben wir diesen Impulsen ungefragt nach. Die Zigarette wird geraucht, wenn der Stress zu hoch ist. Die Tafel Schokolade wird gekauft, weil wir den Genuss vor unsere Gesundheit stellen. Das als Super-Schnäppchen ausgewiesene Kleidungsstück wird gekauft, weil es nur noch die Hälfte kostet. Ob wir es brauchen ist nebensächlich.

Leben wir in Achtsamkeit, so betrachten wir den Moment eines Impulses und legen eine kurze Pause ein, bevor wir eine Entscheidung treffen. Diese Pause ist unsere Chance auf die innere, meist recht vernünftige Stimme zu hören. Wir überlegen ohne gleich zuzugreifen.

Nutzen wir diese Achtsamkeit auch um unsere Ziele zu erreichen.

Trifft ein Impuls, ein Reiz auf uns, so können wir uns folgende Fragen stellen:

  • Ist das gut für mich?
  • Was fühle ich?
  • Wie denke ich wirklich darüber?
  • Bringt mich der Impuls meinem Ziel näher?

Zahl VierDeine Ziele werden erfolgreicher, wenn du die Achtsamkeit bewusst nutzt. Kämpfe nicht gegen die Impulse an, sie kommen so und so. Beobachte sie stattdessen und hinterfrage sie. Richte deine Achtsamkeit gezielt auf deine inneren Impulse und erkenne die äußeren Reize. Mache eine kurze Pause, bevor du eine Entscheidung triffst.

Das Ziel des Lebens ist das Gute.

-Lew Nikolajewitsch Tolstoi-

 

Wie erreiche ich mein Ziel?

Finde heraus, welche Ziele du in deinem Leben hast und schaue hinter diese Ziele.

Welches eigentliche Ziel verfolgst du, welches sind die Gefühle und Wünsche hinter deinen Ziele?

Schaue, ob es sich um wahre Ziele handelt oder ob sie dich nur vermeintlich voran bringen.

Lebe dein Leben in Achtsamkeit, hinterfrage äußere Reize und schaue genau, welchen inneren Impulsen du nachgeben willst.

Nimm nicht jede Härte auf dich um mit aller Macht deinen Weg zu gehen und du wirst deine Ziele mit Lebensfreude und Leichtigkeit erreichen.

Yggdrasil der Weltenbaum

 

Eine kleine Übung: Fantasiereise in den perfekten Tag

Diese Übung geht auf Barbara Sher und ihrem Buch „Wishcraft“ zurück.

Nimm dir Zeit für diese Übung. Suche dir einen ungestörten Ort in dem es keine Ablenkung gibt. Halte Papier und Stift bereit um deine Gedanken aufzuschreiben.

Schaffe eine Atmosphäre der Entspannung. Vielleicht hilft dir eine schöne Musik, die im Hintergrund läuft?

Lasse dich fallen und träume. Träume von deinem perfekten Tag.

Wie sieht so ein Tag für dich aus. Was unternimmst du, wohin gehst du und welche Gefühle kommen in dir hoch. Lasse dich vollkommen treiben und stelle dir deinen perfekten Tag so gut vor, wie es dir nur irgend möglich ist.

Schreibe alles auf, damit es nicht verloren geht.

Analysiere im Anschluss deine Notizen und finde heraus, was dich glücklich macht. Es bringt dich zu deinen Zielen.

Yggdrasil der Weltenbaum

Ein Kommentar

  1. Geist und Seele 26. Juli 2018 um 11:20 am Uhr - Antworten

    Danke für ihren Artikel über das Verwirklichen von Zielen, der hat mir sehr gut gefallen. Das Faszinierende, wenn man weiß, wohin man möchte ist; das wir uns selber so nah kommen, und unser tiefstes Wesen kennenlernen. Um diese falschen Muster und Blockaden dann auch auflösen zu können, damit es weiter geht. Wie es David Lober ausdrückt; “Bevor wir auf die Schnellstraße oder zum Palast kommen, müssen wir uns mit jenem befassen, der unseren weiteren Weg versperrt, und uns doch unterstützt. Dies ist unser Freund: der Hüter der Schwelle, der Teufel. Er versperrt unseren Weg und doch unterstützt er uns. Zu unserem und dem Wohl anderer weigert er sich, uns passieren zu lassen. Er zwingt uns dazu, den notwendigen Grad an Reinheit in uns zu erreichen und schmerzhafte Lektionen zu lernen. Spirituelle Entwicklung ist im Kern eine Frage der Reinheit, und Schmerz reinigt.“ https://www.hermetik-international.com/de/mediathek/historische-schriften-der-mystik/david-lober-der-pfad-der-spirituellen-entwicklung/ Deswegen habe ich mich für einen spirituellen Weg entschieden, um mein wahres Sein zu erkennen und das zu erreichen was sich wirklich in meinen tiefsten Inneren empfinde.

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