Immer häufiger werde ich gefragt, wie wir aus dem negativen Gedankenkarussell ausbrechen können.

 

„Ich mag meine Ängste überhaupt nicht, aber sie gewinnen immer die Oberhand.“

„Ich fühle mich ausgelaugt und mache mir ständig Sorgen, um alles und jeden.“

„Ich würde ja gerne positiv denken, aber es funktioniert einfach nicht.“

 

Das ist zermürbend. Das Karussell dreht und dreht sich. Nur warum ist das eigentlich so und was können wir dagegen tun?

 

Eine kleine Reise in unser Gehirn

Unser Gehirn ist ein äusserst komplexes Gebilde und vieles was sich in dessen Innerem abspielt gibt den Wissenschaftlern noch heute Rätsel auf. Eines jedoch ist klar: Den Großteil der Arbeit des Gehirns kann auf ganz bestimmte Zellen zurückgeführt werden, den Neuronen. Die Neuronen sind an sämtlichen Prozessen deines Lebens beteiligt: Sie teilen dem Gehirn mit, dass deine Nase juckt. Kontaktieren das Gehirn, wenn dir jemand auf die Schulter tippt. Grübelst du über große philosophische Fragen, so sind es deine Neuronen, die dich aktiv dabei unterstützen.

Du hast ca. 86 Milliarden Neuronen in dir und sie alle sind miteinander vernetzt. Eine faszinierende Meisterleistung unseres Körpers.

Diese Neuronen sind auch für deine Gedanken zuständig.

Wir reisen jetzt gemeinsam zurück in deine Schulzeit. In deinem alten Klassenzimmer ist eine Horde von Kindern. Sie schwatzen den lieben langen Tag. Manche in der Klasse findest du besonders toll, mit denen tauscht du dich sehr gerne aus. Erinnere dich, du hast ihnen vielleicht in deiner Schulzeit heimlich Zettel zugeschoben statt auf den Lehrer zu achten. Das Band zwischen euch war eng geknüpft, Schulfreunde durch dick und dünn. Andere Mitschüler hast du vielleicht kaum wahrgenommen. Nun stelle dir einmal vor, jedes dieser geschwätzigen Kinder ist ein Neuron. Du selbst natürlich auch. Die Zettel, Blicke oder auch Zurufe zu deinen liebsten Neuronen, also deine alten Schulfreunden, sind die Nervenbahnen auf denen Informationen weitergegeben werden.

Neuron - Nervenzelle

Ein Neuron schaut ein wenig so aus wie ein Baum, mit einem Stamm, Axon genannt und vielen kleinen Verästelungen, welche mit den Verästelungen des nächsten Baumes in Verbindung stehen. Zwischen ihnen gehen Botschaften hin und her, wie die Zettel in der Schulklasse.

 

Synapse, synaptischer SpaltDie Weitergabe erfolgt über sogenannte Synapsen, das ist ein kleiner Spalt zwischen den Verästelungen der Neuronen.

Über diesen Synaptischen Spalt werden die Botschaften von einem Neuron zum anderen Neuron übertragen. Diese Botschaften liegen in Form chemischer Moleküle vor, den sogenannten Neurotransmittern. Du kennst sicher das Adrenalin, welches vermehrt ausgeschüttet wird, wenn Gefahr droht oder das Serotonin, welches eine große Rolle bei Depressionen spielt.

Schauen wir noch einmal auf unsere Schulklasse. Es gibt ein absolut wichtiges Detail, welches oben schon erwähnt wurde, aber an dieser Stelle unbedingt noch einmal Beachtung finden sollte.

Neuronen bilden Verbindungen zu anderen Neuronen und dabei wird zwischen ihnen ein sehr festes Band gebildet, ähnlich dem zwischen zwei Freunden in einer Schulklasse. Ist dieses Band einmal geknüpft, so greifen Neuronen immer wieder darauf zurück. Du würdest ja auch lieber auf einen guten Freund zurückgreifen, als auf jemanden, der dir weniger vertraut ist. Dieses Eingehen von festen Bindungen ist der Grund für unsere Gewohnheiten. Unsere Reaktionen sind weitestgehend erlernt und laufen immer wieder nach dem gleichen Muster ab.

Das ist bemerkenswert und ich verrate dir auch warum!

Diese Verbindungen kann ganz bewusst hergestellt werden. Das heißt wir können unser Gehirn neu programmieren!  In diesem Wissen liegt deine einzigartige Chance! Deine ganze Zukunft kann neu gestaltet werden und du kannst mit diesem Wissen aus dem Kreis negativ aufgebauter Verknüpfungen ausbrechen.

Die neuronale Plastizität, also die Fähigkeit des Gehirns neue Verbindungen zu setzen ist ein absoluter Glücksfall.

 

Dein Unterbewusstsein ist das Straßenbauamt deiner Nervenbahnen

Das gesamte Treiben der Neuronen spielt sich in deinem Unterbewusstsein ab. Dein gesamtes Leben lang wurden dort die Wege gelegt und dein Unterbewusstsein ist es, das deine Gedankenmuster festigt. Wurdest du als Kind oft getadelt, so hat sich in deinem Unterbewusstsein der Gedanke gefestigt: „Ich kann das ja doch nicht!“

Die wenigsten Menschen haben das Glück in einer absolut friedvollen, harmonischen und aufbauenden Umgebung aufzuwachsen. Den meisten Menschen sind folgende Gedanken leider nur allzu vertraut:

„Ich habe einfach kein Glück.“

„Es wird sich ja eh nie etwas ändern.“

„Wahrscheinlich mag er mich sowieso nicht.“

„Ich schaff das nicht.“

Vieles davon wurde uns eingetrichtert und wir haben es in unser Unterbewusstsein übernommen und so starke Verbindungen auf den Nervenwegen gebaut, dass die Gedanken immer wieder diese Straßen nehmen werden.

Du kannst dein Gehirn umprogrammieren!

Deinem Unterbewusstsein ist es vollkommen egal woher deine Gedanken kommen. Es akzeptiert alle Informationen die du ihm gibst. Es urteilt nicht nach gut und schlecht. Es hat keinen Plan ob der Gedanke richtig oder falsch ist. Deinem Unterbewusstsein ist das alles absolut gleichgültig.

Den Schalter im Kopf umlegen

Legen wir den Schalter um und programmieren unsere Gedanken

Möchtest du Macht über deine Gedanken haben?

Es liegt an Dir. Du kannst dir jetzt überlegen ob du dein Gehirn neu programmieren möchtest oder ob du weiterhin deine alten Gedankengänge aufrecht erhalten willst.

Die Zukunft liegt in deinen Händen!

Du bist ein großartiger Mensch. Nimm jetzt die Kontrolle über deine Gedanken in die Hand, indem du sie bewusst steuerst und in die richtigen Bahnen lenkst.

Übernehme Verantwortung für deine Gedanken. Sei achtsam und behandle sie gut.

Lasse dich vondDeinem Unterbewusstsein nicht in die Irre führen. Es tut nur, was du erlaubst. Verbiete ihm die alten Muster, das Abdriften in die negative Gedankenwelt. Male in deinem geistigen Auge ein riesiges Stoppschild und halte es deinen negativen Gedanken entgegen, wenn sie dich wieder einmal in die Mangel nehmen wollen.

StoppSage: „Hey Stopp! Nicht mit mir, ich habe da keinen Bock mehr drauf. Schluss jetzt!“

Wende dich positiven Gedanken und Beschäftigungen zu. Du kannst zum Beispiel eine Liste anfertigen auf denen du alles notierst, was positive Gefühle in dir auslöst. Diese Liste kannst du zur Hand nehmen, wenn es dir schwerfällt positiv zu bleiben. Schreibe auch ein paar Songs auf die Liste, bei denen du immer gute Laune bekommst und summe, pfeife oder singe diese vor dich hin, wenn du in negative Grübeleien abdriftest.

Lächle! Du wirst staunen, was ein Lächeln bewirkt.

Freue dich auf dein positives Leben und gehe ihm mit leuchtenden Augen entgegen. Du schaffst das ganz sicher.

Bau dir dein Glück mit deinen positiven Gedanken.

 

Eine kleine Übung: Konditioniere dein Glück

Überlege dir jetzt eine Situation, die dich einst sehr glücklich gemacht hat. Ein Moment in Deinem Leben dem nichts negatives anhaftet und der nur mit positiven Gedanken besetzt ist. Erinnerst du dich an diesen Augenblick, so sollte ein Gefühl des Glücks und der Freude in dir aufsteigen.

Umschließe jetzt, während du dich an diesen wundervollen Augenblick zurück erinnerst, dein linkes Handgelenk mit der rechten Hand. (Für Linkshänder: Es geht natürlich auch umgekehrt!) Streiche mit dem Daumen über dein inneres Handgelenk. Höre nicht auf an deinen glücklichen Augenblick zu denken und streiche währenddessen immer wieder mit dem Daumen über deine Haut am Handgelenk.

Das solltest du von nun an mindestens einmal täglich wiederholen. Mit dieser Methode wird dein Gehirn auf dieses Erlebnis und auch auf das positive Gefühl, welches Du dabei empfindest, konditioniert. Das Streicheln mit dem Daumen verstärkt diesen Effekt zusätzlich. Dein Gehirn wird die Berührung des Daumens auf deiner Haut mit dem Gefühl Glück verknüpfen, wenn du es immer wieder übst.

In stressigen Situationen, in denen du negativen Schwingungen ausgesetzt bist, kannst du dann einfach dein Handgelenk streicheln und somit das konditionierte Glück herbeirufen.

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2 Responses

  1. Babette Spegel

    liebe Alexa, seit 3 monaten lese ich deine artikel, stundenlang, naechtelang, und bin so beruehrt von deinen texten, ideen, von deinem wissen, ich fuehle mich so angesprochen…begonnen hat es eigentlich mit den rauhnaechten, ich war auf der suche nach fundiertem wissen dazu, und-zufall !-
    fand eben DICH. seither ist mein leben viel heiterer, leichter , entspannter geworden, da ich weiß, dass ich mit meinen bisherigen pfaden der erkenntnisse in die richtige richtung unterwegs war, und, jetzt hab ich endlich auch mut , zu meinen mir immer wieder attestierten „verruecktheiten“ ja zu sagen. danke, du verwandte seele! meine enkels nennen mich immer frau holle und lieben meine ideen und geschichten… wunder voll. ich segne dich.

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    • Alexa Szeli

      Liebe Babette, was für wunderschöne Worte <3 Du machst mich sehr glücklich mit Deinen Zeilen, es freut mich so sehr zu lesen, dass ich Dir mit meinem Beitragen nicht nur Freude schenken kann, sondern auch neuen Mut. Ich danke Dir sehr, dass Du mir geschrieben hast und wünsche Dir alles alles Liebe von ganzem Herzen.

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