Viele haben sie, viele suchen sie, manche quält sie, andere macht sie glücklich: Die Liebe!

Ich frage heute dich: Was musst du eigentlich alles haben um deine Liebe zu finden? Wer musst du sein? Genügt es liebenswert zu sein, ist es überhaupt nötig liebenswert zu sein?  Ist es dein Charisma? Dein muskulöser Körper? Geld und ein schickes Auto? Am Ende hilft gar nur eine Schönheitsoperation? Selbstbewusstsein? Gute Umgangsformen, Bildung sowie einen guten Charakter? Die Antifaltencreme „Falten weg in drei Minuten!“? Vogel mit Herz

Die Liste könnte unendlich weiter geführt werden. Die Werbung macht es uns doch vor und verkauft uns ihre Produkte mit dem Versprechen: „… dann klappts auch mit dem Nachbarn!“ Sie sind stet bemüht uns Glauben zu machen, dass wir nur dieses und jenes Produkt (auch noch) kaufen müssen, um endlich Erfüllung zu finden. Endlich schlank und sexy zu sein oder unseren Reichtum mit geeigneten Accessoires zur Schau zu stellen. Die Produkte werden emotional aufgeladen und nur wenn wir sie wirklich kaufen, dann sind wir endlich liebenswert?! Werbung ist extrem wirksam, denn wir alle sehnen uns nach einer erfüllten Liebe. Das ist es doch, was wir eigentlich wünschen: Liebe.

Was du wirklich brauchst verrate ich dir mit dieser wahren Geschichte:

Vor Jahren habe ich eine wundervolle Frau getroffen. Sie ist schön, klug, gebildet, selbstbewusst und rundum entzückend. Sie hat den perfekten Körper und mehr noch, sie hat genau das, was mich besonders fasziniert. Sie ist geistreich, kreativ und sehr sehr witzig. Aufrichtig und dabei so lebendig, frisch und frech.

Natürlich unerreichbar für mich. Das machte sie nur noch interessanter für mich, denn das aktivierte meinen Jagdinstinkt.

Ich war jedenfalls hin und weg.

Das war wirklich völlig unvernünftig. Wir waren nicht auf Augenhöhe, sie war einfach eine Nummer zu groß für mich (und in der Tat bin ich ziemlich klein, gerade mal 1,60m) Trotz alledem war ich so fasziniert von ihr, dass ich sie, koste es was es wolle, wiedersehen musste.

Vogeldame mit HerzSicher, die Umstände waren absolut ungünstig. Sie hatte ein eigenes Unternehmen in Berlin zu führen und würde diese aufregende Stadt niemals verlassen. Ich war in München, familiär angebunden … wie das immer so ist. Ich wusste, selbst wenn ich die Chance hätte ihr irgendwie näher zu kommen, ich hatte einfach nichts zu bieten.

Als wäre das alles nicht genug, so war ich damals gerade an einem wirklichen Tiefpunkt meines Lebens angekommen. Ich hatte mich soeben getrennt, war finanziell und emotional ruiniert und ließ mich ziemlich gehen. Das kann bei mir schon extreme Ausmaße annehmen, denn so intensiv wie ich lebe und liebe, so tief kann ich auch sinken.

Heißt: Ich habe keinen Sport mehr gemacht, habe mich in sinnloser Arbeit vergraben. Mein Auto war weg. Meine Wohnung räumte ich nicht mehr auf und auf mein Aussehen achtete ich nicht mehr. Tja!

Ich verfügte also über keines der oben genannten Attribute. Kein Geld, keinen tollen Beruf, keinen tollen Körper und auch sonst nicht viel. Mein Charakter kam auch nicht gerade gut zur Geltung in dem ganzen Chaos.

Ich hatte sozusagen Nichts.

So begegnete ich ihr mit leeren Händen, in meinem verletzten, puren Zustand und mit all meinen Fehlern.

Dann ging alles ganz schnell: Wir verliebten uns unendlich! Sie hat in Berlin alles aufgegeben und zog ein paar Wochen später zu mir.

Drei Monate später haben wir geheiratet. Seitdem erlebe ich die glücklichste Zeit meines Lebens und das seit Jahren!

Unsere Eheringe

Es ist wie im Märchen: Ich liebe sie jeden Tag mehr.

Diese wundervolle Frau, die so unerreichbar erschien, sie will tatsächlich mit mir leben! Sie ist bei mir und ich bin so wahnsinnig dankbar.

So! Das ist die Antwort auf die Frage: Was brauchst du um Liebe zu finden?

Nichts.

Liebe ist einfach da!

Happy End

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5 Responses

  1. Pete J. Probe

    Hallo,
    ich bin zum ersten Mal hier gelandet und blick noch nicht so recht durch, aber ich denke, es handelt sich wohl auch um einen blog.
    Der Weg, der dir den Zugang zur Liebe bereitet hat, ist ja nicht vorauszusehen bzw. geplant gewesen. Du warst am Boden und hattest keine Energie mehr, den Dingen des Lebens zu begegnen bzw. ihnen nachzugehen.
    Man könnte sagen, dass dein Zugang zur Liebe sozusagen auf einem Zufall beruht. Mit diesen sog. Zufällen hat sich ja schon der Psychologe C. G. Jung befasst und den Begriff `Synchronizität´ eingeführt. Diesen Begriff hier jetzt näher zu erklären, wäre vielleicht etwas vermessen. Ich habe mich allerdings damit aber schon beschäftigt und herausgefunden, dass man die Wahrnehmung von Synchronizitäten in sein Leben integrieren kann, wenn man ihr Beachtung schenkt. Der Kommentar von Jennifer Jahnke bringt das sehr deutlich zu Ausdruck. Vielleicht bringt ein kurzer Artikel von mir etwas mehr Aufklärung:
    https://4alle.wordpress.com/2012/12/02/synchronizitat-oder-zufall/#comments
    Ich bin mit den Blogs noch nicht so erfahren und will versuchen, diesem zu folgen. Weiß nicht, ob ich das hinkriege. Damit verbleibe ich mit `lieben´ Grüßen
    Pete J. Probe

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    • Sorina Szeli

      Lieber Peter,

      ist es Zufall, dass Du auf unseren Blog gestoßen bist? Womit wohl auch gleich Deine Frage beantwortet ist: Es ist ein Blog und vielleicht ein wenig mehr … <3

      Schön jemand in seiner Leserschaft zu wissen, der mit C. G: Jung vertraut ist. Mich faszinierte auch seine Schülerin Sabina Spielrein. Dein verlinkter Artikel ist interessant, ich werde mein Augenmerk ein wenig mehr auf die Synchronitäten legen. Lieben Dank.

      Ich würde mich freuen wieder von Dir zu lesen,

      Sorina

      Antworten
      • Pete J. Probe

        Liebe Sorina,
        bei meinem Umgang mit dem Bloggen bin ich schon gut vorangekommen.
        Mach gerade eine Rückschau und wollte hier gern noch einen Satz von mir hinzufügen:
        `Wenn du nach der Liebe suchst, wirst du sie nicht finden. Höre mit dem Suchen auf und die Liebe wird dich finden´.
        Ich finde das passt gerade zu euren aktuellen Themen, die sich mit der Lebensgestaltung beschäftigen.
        Herzl. Gruß und noch möglichst viel Sonnenschein am Himmel und im Herzen
        PJP

  2. Jochen

    Hallo Sorina,
    eine schöne Geschichte. Ich hatte mit einer „unvernünftigen“ Liebe leider vor Kurzem nicht so viel Glück wie du …
    Was ich gern wissen möchte, welche Art von Liebe beschreibst du, bist du ein Mann, oder ist es eine Liebe von Frau zu Frau? Was ich vermute wegen deines Frauennamens.
    Entschuldige meine Neugier, aber es wäre schon wichtig zu wissen für den Leser deiner Geschichte …
    Lieben Gruß
    Jochen

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    • Alexa Szeli

      Lieber Jochen, ich antworte mal stellvertretend für Sorina, da sie gerade unterwegs ist. Es ist ihre Liebe zu mir, welche sie beschreibt – also von Frau zu Frau. Macht das einen Unterschied :-) ?

      Alles Liebe Dir,

      Alexa

      Antworten

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